Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Weiterlesen...

Antworten

  1. Angélique Duvier

    Es ist wirklich mehr als dringend erforderlich,dass etwas geschieht! Kultur möchte jeder(Ins Theater gehen,fernsehen usw.) Aber niemand macht sich Gedanken darüber wovon wir Schauspieler leben sollen, wenn kein Engagement vorhanden ist. Kaum ein Schauspieler ist ganzjährig beschäftigt,meistens nur wenige Monate im Jahr,hinzu kommen Dumping Gagen.
    Wenn man zu Castings eingeladen wird, kann man diese kaum annehmen, da mittlerweile kaum jemand die Reisekosten aufbringen kann. Stattdessen schießen Schauspieler Workshops aus dem Boden, hier wird versucht den Schauspielern vorzumachen, dass ihre Besetzungschancen höher werden, wenn sie daran teilnehmen. So wird ihnen das letzte Geld aus der Tasche gezogen. Ich hoffe daher sehr, dass diese Aktion etwas bewirkt und nicht wieder von den Politikern ausgesessen wird!

    Angélique Duvier

  2. Philipp

    Ich befürworte das Bestreben kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer in unserem Sozialsystem nicht zu benachteiligen. Eine Sonderregelung sollte nicht nur für Schauspieler gelten. Das wird auch nicht so sein, Ihr schreibt ja “zum Beispiel Schauspieler”.
    ..ABER: Arbeitslosengeld in Anspruch zu nehmen kann meiner Meinung nach nicht Teil des Berufs SchauspielerIn sein. Für mich ist Arbeitslosengeld ein Sicherungsnetz, für den Fall, dass ich meine Arbeit verliere. Nun sind wir freischaffende Schauspieler, begreifen uns oft weiterhin Schauspieler, wenn wir uns arbeitslos melden. Wir bereiten uns womöglich auf neue Projekte vor oder bilden uns fort (freiwillig) usw.
    Das Dumme ist: Wir stehen sozialrechtlich irgendwo zwischen Angestellten und Selbstständigen. Es gibt kein annehmbares Sozialsystem für Schauspieler. Wir kommen in die KSK normalerweise nicht rein – was eine Brücke wäre.
    Teilweise gehen die Theater sogar davon aus, dass die Schauspieler sich arbeitslos melden, während geprobt wird. “Sponsored by Arbeitsagentur”
    Ich sehe den Beruf als freischaffender Schauspieler immer wie ein kleiner Handwerksbetrieb, der für seine Leistungen bezahlt wird. Akquise und neues Werkzeug muss im Budget untergebracht werden. Da muss man sich hinsetzten und rechnen, es gibt gute und schlechte Jahre, aber Hauptsache ist: Der Betrieb trägt sich!
    Aber bei uns ist das selten der Fall, der Betrieb trägt sich oft überhaupt nicht.
    Andere Schauspieler melden sich arbeitslos, um ihre Rente zu sichern und krankenversichert zu sein, obwohl sie von ihren Gagen locker ein oder zwei Monate überbrücken könnten. Manche trauen sich nicht zur Arge und haben später eine umso kleinere Rente.
    Ich denke ein echtes, reelles Modell muss her. Ein System, in dem Schauspieler wirklich von dem leben können, was sie arbeiten.
    Und das Netz Arbeitslosengeld ein Netz ist und nicht die Spielfläche.

  3. ronny

    soo freunde…es reicht schon die ersten sätze von dem beitrag zu lesen…”In Kürze wird eine Arbeitslosengeld-1-Regelung reformiert, das eigens vor drei Jahren geschaffen wurde, damit kurz befristet Beschäftigte, wie z. B. Schauspieler und Filmschaffende, bereits mit 180 statt 360 Sozialversicherungstagen in der 2-jährigen Rahmenfrist Anspruch auf Leistungen bekommen können…” blablaba…

    die tankanzeige blinkt die ganze zeit…mit der zeit nervt es!!
    es gibt zwei möglichkeiten dieses problem zu beheben. entweder ich haue mit dem hammer auf die anzeige oder ich gehe der ursache nach und bemerke das ich tanken muss…

    wir wissen doch fasst alle das die ursachen der arbeitslosen schauspieler sich durch dieses “mehr arbeitslosengelddebakel” nicht lösen lässt!

    quantität statt “qualität”: die engstirnigkeit der redakteure, produzenten, öffentlich rechtlichen rundfunkanstalten und privaten sendern…wir setzten immer auf die selben gesichtermentalität…gesichter bringen erfolg für die quote.

    -beispiel “the artist” schauspieler und regisseur waren vielen menschen bis dahin nicht bekannt, dennoch interessierten sich viele für diesen film-

    …eine ursache von vielen ursachen…dennoch wird die hammer methode verwendet.

    wo ist die leidenschaft…der erfolg kommt von alleine…

    wenn eines tages die letzte qualitative fernsehanstalt…das letzte qualitative kino…und das letzte qualitative theater schließt, liegt es an erster linie daran, weil der HANDWERKSBERUF schauspieler ausgestorben ist!

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