Stefanie Mühle
* 19. März 1960 in Köln
† 18. April 2011 in Köln
Stefanie Mühle absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Staatlichen Folkwangschule in Essen. Sie war in vielen Fernseh- und Theaterproduktionen zu sehen. So spielte sie zum Beispiel in der Krimireihe Tatort oder dem Film Heimat 3 einige Rollen. Bereits 1987 spielte Stefanie Mühle als Nachfolgerin von Silke Wülfing die Rolle der „Christina Barnsteg“ in der Serie Lindenstraße bis 1991.
Mühle stand wegen einer Äußerung über den bayerischen Politiker Peter Gauweiler im Rahmen ihrer Rolle als „Christina Barnsteg“ wegen Beleidigung vor Gericht. Da Gauweiler die Ghettoisierung von AIDS-Kranken verlangte, wurde er von „Christina“ als Faschist bezeichnet. Mühle wurde in erster Instanz sowie vom Berufungsgericht freigesprochen. Das OLG Köln als Revisionssgericht bestätigte den Freispruch, da ihre Äußerung nicht die persönliche Missachtung Gauweilers zum Ausdruck bringen sollte, sondern die Missachtung einer fiktiven linksorientierten Person in der Serie Lindenstraße. Somit war weder der Tatbestand der Beleidigung noch der der Üblen Nachrede erfüllt.
1989 erhielt Mühle den Bambi, 1994 den Kölner Theaterpreis. 2006 spielte sie eine Hauptrolle in dem Kinofilm Lieben.
Zuletzt war Mühle als Dozentin an der Arturo-Schauspielschule in Köln und als Schauspielerin am Wolfgang Borchert Theater in Münster engagiert. Des Weiteren hatte sie zahlreiche Fernsehrollen, wie unter anderem im Jahr 2008 in der ZDF-Krimiserie Kommissar Stolberg.
Stefanie Mühle erlag im Alter von 51 Jahren am 18. April 2011 einem Krebsleiden. (Quelle: Wikipedia)
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