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Alle mal hereinspaziert!

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Die Pensionskassenwahl ist gelaufen

Am Anfang des Jahres sind zahlreiche Pensionskassenmitglieder unter Euch unserem Aufruf gefolgt, sich für die Wahl der Pensionskasse Rundfunk anzumelden. Unser Konzept sah vor, für die nächste (5-jährige) Legislaturperiode der Vertreterversammlung endlich dabei zu sein und zwar mit drei Plätzen. Am 24. und 25. Juni war die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung in Frankfurt. Nun steht fest: 4 der 14 Vertreterstellen sind nun mit unseren Leuten besetzt. Wir haben unser Ziel mehr als erreicht – mit Eurer Unterstützung!

Die Pensionskassenwahl entschied über die 12 Sitze der 12 Senderbereiche: BR, DeutschlandRadio, Deutsche Welle, HR, MDR, NDR, RB, RBB, SR, SWR, ZDF. Für jeden Bereich musste jeweils ein/e Vertreter/in und ein/e Stellvertreter/in bestimmt werden. Falls für einen Senderbereich nur eine gültige Kandidatenliste mit 5 Stützunterschriften vorlag, galt diese Liste automatisch als gewählt. Da es für 9 Senderbereiche jeweils nur eine gültige Kandidatenliste (mit Vertreter/in und Stellvertreter/in) gab, fand letztendlich nur für 3 Senderbereiche (MDR, NDR und SR) eine wirkliche Stichwahl zwischen mehreren Kandidatenlisten statt. Dank Eurer Wahlbereitschaft und -beteiligung haben alle BFFS-Kandidaten das Rennen bestanden:

  • Anna Ewelina (BFFS) als Vertreterin und Armin Dillenberger (BFFS) als ihr Stellvertreter für den Senderbereich Saarländischen Rundfunk,
  • Heinrich Schafmeister (BFFS) als Vertreter und Angela Roy (BFFS) als Stellvertreterin für den Senderbereich Radio Bremen.

Alle gewählten ordentlichen Mitgliedervertreter der 12 Rundfunkanstalten mussten nun bei der konstituierenden Sitzung wiederum die Vertreter und Stellvertreter für die beiden Bereiche Werbetochterunternehmen und Produktionsfirmen berufen. Gewählt wurden:

  • Julia Beerhold (BFFS) als Vertreterin und Karl-Herrmann Reith als Stellvertreter für den Bereich Werbetochterunternehmen,
  • Martin May (BFFS) als Vertreter und Sabine Eckhard als Stellvertreterin für den Bereich Produktionsfirmen.

Sabine Eckhard (Producerin) und Karl Hermann Reith (Szenenbildner) waren bereits seit mehreren Jahren in der Mitgliedervertreterversammlung und haben dort wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Zusammen mit ihnen haben wir das Ziel, das Augenmerk der Pensionskasse Rundfunk auf unsere spezielle Problematik der „indirekten freien“ Filmschaffenden zu lenken.

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Während viele freie Mitarbeiter direkt für einen öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten, sind wir Filmschaffenden meist für Produktionsfirmen tätig, die wiederum von diesen Sendern beauftragt werden. Zwar haben die öffentlich-rechtlichen Sender mit den Rundfunkgebühren den Auftrag, sich an der Altersvorsorge aller freien Mitarbeiter zu beteiligen – also auch an unserer –, aber die Praxis sieht leider anders aus. Laut Satzung der Pensionskasse müssen zwingend nur dann Pensionskassenbeiträge gezahlt werden, wenn alle drei – Sender, Produktionsfirma und freier Mitarbeiter – in der Pensionskasse sind. ARD und ZDF drücken sich zunehmend an der Pensionskasse vorbei, indem sie Filmfirmen oder Tochterfirmen wie z. B. die Degeto beauftragen, die keine Pensionskassemitglieder sind. Mit diesem Kniff drängen sie uns Filmschaffende ins Abseits und vermasseln uns die beste Altersvorsorge, die es für uns in der Film- und Fernsehbranche gibt.

(Ähnlich gut ist übrigens die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen im Hinblick auf die Kolleginnen und Kollegen vom Theater.)

Natürlich ist die gesetzliche Rentenversicherung ein wichtiges Standbein unserer Altersabsicherung. Natürlich sollten wir – wenn wir uns es überhaupt leisten können – auch privat vorsorgen mit Lebensversicherungen, Immobilien etc. Aber die Pensionskasse Rundfunk ist für uns viel effektiver als alle privaten Lebensversicherungen, weil unsere Pensionskassenbeiträge durch die Zuzahlungen der Sender quasi verdoppelt werden und nicht durch ein teures Provisionswesen oder große Bürokratiekosten geschmälert werden. Die Beiträge der Pensionskasse Rundfunk werden von der Bruttogage berechnet. Es gibt keine Beschränkung durch Beitragsbemessungsgrenzen. Dadurch sind die Pensionskassenrenten letztlich weitaus höher als die gesetzlichen Renten.

Umso bitterer ist die Tendenz der öffentlich-rechtlichen Sender, die Filmschaffenden hinsichtlich dieses günstigen Vorsorgesystems im Stich zu lassen. Gegen diesen schleichenden Prozess müssen wir uns wehren.

Dafür haben wir nun den Grundstein gelegt. Wir sind ab jetzt mit vielen BFFS-Kandidaten in der Pensionskasse Rundfunk vertreten und haben außerdem einen starken Verband mit beinahe 2.200 Schauspielern im Rücken. So können wir das Problem von innen und außen angreifen. Die anderen ordentlichen Mitgliedervertreter und die Vorstände, denen wir bei den Sitzungstagen unsere speziellen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Pensionskasse Rundfunk nahe bringen konnten, wollen uns mit allen Kräften dabei helfen.

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Unser Engagement wird aber nur von Erfolg gekrönt sein, wenn noch viel mehr Filmschaffende – insbesondere Schauspielerinnen und Schauspieler – sich der Pensionskasse Rundfunk anschließen. Darum gilt das Motto:

Alle mal hereinspaziert! Tretet der Pensionskasse bei! Je früher und je zahlreicher desto besser!

Hier findet Ihr das Anmeldformular…

Ihr könnt in die Pensionskasse Rundfunk eintreten, wenn Ihr

  • das 18. Lebensjahr vollendet habt,
  • seit mindestens einem vollen Jahr für ein oder mehrere öffentlich-rechtliche Sender oder Produktionsfirmen, die in der Pensionskasse sind, tätig wart
  • und in dieser Zeit Honorare von insgesamt mindestens 3.500,– Euro von diesen bezogen habt.

Die Pensionskasse Rundfunk gibt Euch gerne Auskunft: +49-69-1553126

Auch wenn manche öffentlich-rechtlichen Sender oder Filmfirmen versuchen, sich vor Beitragszahlungen zu drücken, lasst Euch nicht beirren. Die Pensionskasse wächst und ist ein Segen für unsere ansonsten durch viele Faktoren gefährdete Altersabsicherung.

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