Kräfte bündeln – Brücken bauen | Vertreter von BFFS und GDBA treffen sich

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Am Donnerstag, den 27.02.14 hatte unser Vorstandsmitglied, Heinrich Schafmeister, im Rahmen unserer Bemühungen im Bereich Bühne tätig zu werden, den NRW-Vorsitzenden der Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Betriebsratsvorsitzenden der Theater und Philharmonie Essen, Adil Laraki, zu einem Meinungsaustausch gebeten, der die Einladung gerne annahm. Als Angehöriger der Arbeitsgruppe BFFS-Bühne habe ich den Kontakt hergestellt und am Treffen teilgenommen!

Gleich zu Beginn des zweistündigen Gesprächs waren sich alle einig, dass sich beide Gewerkschaften als „Ergänzung“ und Partner im Kampf für die gleiche Sache begreifen, nämlich die Arbeitsbedingungen und den Sozialen Schutz der Kolleginnen und Kollegen im Bereich Bühne zu verbessern. Seit mehr als 100 Jahren engagiert sich die GDBA sehr verdienstvoll im Bereich Bühne, und ist seit vielen Jahrzehnten Tarifpartner, die den Tarifvertrag NV-Bühne mit dem Deutschen Bühnenverein aushandelt!

Im Gespräch wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung erörtert! So wird z. B. der BFFS einen „offenen Brief“ der GDBA unterstützen, der sich gegen die Auflösung des Ensembles am Theater Wuppertal wendet.

Es war erfreulich zu erfahren, dass auch die GDBA in dem für den BFFS wichtigen Bereich der Theatergastverträge dringenden Handlungsbedarf sieht. Bisher sind nur spielzeitverpflichtete Schauspielerinnen und Schauspieler tariflich geschützt. Aber unter dem Spardruck überschuldeter Städte und Kommunen schrumpfen die durch den NV-Bühne-Tarifvertrag geschützten Ensembles und werden zunehmend durch kurz befristet beschäftigte und tariflich völlig ungeschützte Gäste ersetzt. Wir finden: Gastierende Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht länger tarifliches Freiwild sein und der Bestand spielzeitverpflichteter Ensembles wollen wir bewahren. Noch größere Sorgen bereitet uns die um sich greifende Schamlosigkeit mancher Theater, ihre Schauspielerinnen und Schauspieler in die Scheinselbständigkeit zu treiben. BFFS und GDBA werden diesem rechtswidrigen Treiben nicht tatenlos zuschauen.

Herr Adil Laraki bot an, statistische Zahlenmaterial und weitere wichtige Grundlageninformationen unserer Arbeitsgruppe BFFS-Bühne zur Verfügung zu stellen.

Als vordringlichste Aufgabe aber wurde die Bündelung der Kräfte mit allen im Bühnenbereich wesentlichen Verbänden, wie der Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO), der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und ver.di angesehen. Dies gilt insbesondere für die Regionalebene. Hierzu möchte man die bereits bestehenden Kontakte intensivieren, neue Kontakte aufbauen und „Brücken bauen“.

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Zum Schluss war es die erklärte Absicht aller, sich sobald als möglich wieder zu treffen und das Gespräch fortzusetzen. Meine Aufgabe wird sein, bis dahin mit Adil Laraki konkrete Weg des Informationsaustauschs und Vorschläge zur Zusammenarbeit zu erarbeiten.

Über Heinrich Schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

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