Beirat
Prof. Jobst Plog, Helmut Markwort

Wir freuen uns über Freunde an unserer Seite

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Prof. Jobst Plog, Helmut Markwort, © BFFS

Nun hat sich neben dem früheren Intendanten des NDR, Prof. Jobst Plog, auch der Mitherausgeber des Focus, Helmut Markwort, bereiterklärt, für unseren BFFS-Beirat zur Verfügung zu stehen. Für diese Institution wünschen wir uns herausragende Persönlichkeiten, die ein freundschaftliches Verständnis von unserem Schauspielberuf haben und dem BFFS-Vorstand in strategischen Verbandsfragen beratend zur Seite stehen wollen.

Seit der Gründung 2006 hat der BFFS bereits viele wichtige Fortschritte erzielen können. Er hat stetig an Einfluss zugenommen. Er ist mit seinen über 2.600 Schauspielerinnen und Schauspielern zum mitgliederstärksten Berufsverband der deutschen Kino-, Fernseh- und Theaterlandschaft und zur größten Schauspielerorganisation herangewachsen. Eine stolze Bilanz für die ersten 8 Jahre! Aber reicht das aus?

Viele der Herausforderungen, die der BFFS auch in den nächsten Jahren meistern muss, liegen auf dem Feld des Gesetzgebers. Erfahrungsgemäß braucht eine Interessensgemeinschaft mindestens 100.000 Gleichgesinnte, um hierzulande die Aufmerksamkeitsschwelle der Politik zu erreichen. Wenn alle ca. 15.000 Schauspielerinnen und Schauspieler, alle Film- und Theaterschaffenden an einem Strang zögen, wäre das natürlich wunderbar, wir könnten aber trotzdem nie die für die Politik nötigen Massen aufbringen. Der BFFS bleibt darauf angewiesen, neben seiner Mitgliedsstärke weitere Gewichte auf die politische Waagschale zu bringen.

Ähnliches gilt für unsere Verhandlungen mit Produzenten und Sendern. Sie verfügen über gut vernetzte Machtapparate mit großen Rechtsabteilungen, mit viel Geld und mit langem Atem. Um mit diesen Branchenakteuren auf Augenhöhe zu kommen, braucht der BFFS einerseits den Rückhalt von treuen Bündnispartnern wie z. B. ver.di, die Bundesvereinigung der Filmschaffenden und andererseits den versierten strategischen Rat von gestandenen Persönlichkeiten, die in ihrer Laufbahn schon viele solcher Auseinandersetzungen bestehen mussten.

Doch so geschickt der BFFS auch in der Politik und in Verhandlungen agiert: Gegen die Stimmung der Bevölkerung kann nur sehr schwer etwas bewegt werden. Und anders als z. B. in USA, Frankreich oder Österreich, schlägt den Schauspielerinnen und Schauspielern gerade hierzulande meist ein krasses Unverständnis entgegen. Über unseren Beruf herrschen in den Köpfen der Leute trotz breiter medialer Schauspielerpräsenz oft klischeehafte und verzerrte Vorstellungen. Natürlich, Schauspielstars werden wegen ihrer Prominenz bewundert (und beneidet), aber wer nimmt sie ernst? Wer kennt schon die mit dem Schauspielberuf verbundenen Anforderungen, Anstrengungen und Entbehrungen? Und wer von den wenigen, die davon wissen, kann schon verstehen, dass wir trotz allem an unserem Beruf mit Leib und Seele hängen? Dank unseres Engagements in den letzten Jahren hat die Öffentlichkeit inzwischen ein leicht realistischeres Bild über das Schauspielleben gewonnen, aber der längste Weg zu einer allgemeinen Wertschätzung unseres Berufs liegt noch vor uns. Und auf diesem Weg helfen uns wiederum die Kenntnisse und außerordentliche Strahlkraft gesellschaftlich anerkannter Autoritäten.

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So sind wir vom Vorstand natürlich froh und dankbar, Prof. Jobst Plog und nun auch Helmut Markwort in unserem Beirat zu haben und als Freunde der Schauspielerinnen und Schauspieler an unserer Seite zu wissen.