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Dank an Martin May

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Lieber Martin,

vielen Dank für die letzten vier Jahre! Wenn noch Platz in unserem BFFS-Kerker wäre, hätten wir Dich nie gehen, sondern weiter Deine eigentlich unverzichtbare Arbeit im Vorstand verrichten lassen – wenn nicht freiwillig, dann eben unter Zwang. Die unbequemen Fragen Deiner Familie, Deiner Arbeitskollegen und Stammtischleute hätten wir mit jener Fantasie zu zerstreuen gewusst, mit der wir aufgrund der Dringlichkeit unserer Themen bei gleichzeitiger, verhältnismäßiger Winzigkeit des Verbandes die letzten 8 1/2 Jahre zu bestreiten gezwungen waren.

Wir hätten Dich mit der gewohnten und bewährten Methode „Zuckerbrot und Peitsche“ dazu gebracht, dem Verband auch weiterhin Deine herzliche, erfrischend draufgängerische, leidenschaftliche und immer wieder zu schneller Versöhnung bereite Art zur Verfügung zu stellen, die Ressorts Stammtische, Tarifpolitik und sozialer Schutz mit zu gestalten, mit zu verantworten und darüber hinaus für sämtliche Themen als Ansprechpartner zu fungieren.

Wir hätten Dich natürlich – schließlich sind wir keine Unmenschen – abwechselnd dort unten besucht, Dir einen Kaffee vorbeigebracht, ab und zu auch eine Stulle, und hätten auch hin und wieder mit Dir geplauscht, um Dich bei Laune zu halten, denn mit guter Laune bist Du nun mal so viel effizienter. Und in Freiheit bist Du ja von Natur aus meistens gut gelaunt, es sei denn, einer der anderen Vorständler hat sich mal wieder etwas zu sehr daneben benommen. Auf diese Qualität hätten wir deshalb keinesfalls verzichten wollen.

Aber „hätte hätte Fahrradkette“, wie Deine ehemalige Vorstandskollegin Julia zu sagen pflegt. Der BFFS-Kerker ist leider viel zu klein und meistens voll. Irgendein Vorstandsmitglied hockt immer da drin und murmelt wirres Zeug vor sich hin, wenn nicht gerade die gesamte Geschäftsstelle dort nach Feierabend mit bleichen Gesichtern vor ihren Monitoren schwitzt.

Deshalb müssen wir Dich, lieber Martin, schweren Herzens als Vorstandsmitglied ziehen lassen, nicht als Stammtischpate und schon gar nicht als aktives Mitglied. Und deswegen – das ist wiederum die hoffnungsfrohe Wendung unserer kleinen Abschiedsgeschichte – wirst Du uns wahrscheinlich zumindest als Ansprechpartner und Berater auch weiterhin zur Verfügung stehen. Nicht wahr? – Und jetzt überleg Dir gut, was Du sagst, denn der Anbau für unseren BFFS-Kerker ist schon beauftragt… .

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Dein liebender Vorstand

Julia, Antoine, Hans-Werner, Heinrich, Michael, Thomas