BFFS und ver.di laden ein – zu einem langen Atem

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Die Gewerkschaften ver.di und Bundesverband Schauspiel (BFFS) haben sich als Konsequenz der im September 2014 ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen mit der Produzentenallianz um urheberrechtlich begründete Erlösbeteiligungen bei Fernsehproduktionen direkt an die ARD-Sender gewandt.

Ergebnis: Sowohl die Sender als auch wir, als die relevanten Gewerkschaften wollen Verhandlungen um ein Erlösbeteiligungssystem führen, das für Fernsehkreative, Produzenten und ARD-Sender gleichermaßen fair und handhabbar ist. Das ist natürlich ein anspruchsvolles Ziel.

Voraussetzung dafür ist, dass alle maßgeblichen Kräfte Gelegenheit bekommen, mit am Tisch zu sitzen. Für die ARD-Sender sind das der WDR, SWR, BR und die Degeto. Für die Produzenten unser Tarifpartner, die Produzentenallianz. Und für die Fernsehkreativen neben den gastgebenden Gewerkschaften ver.di und BFFS auch die Berufsverbände mit Branchenbedeutung, die für eine urheberrechtlich zu berücksichtigende Berufsgruppe stehen und von denen wir uns einen konstruktiven Beitrag sowie einen langen Atem erhoffen können. In diesem Sinne haben ver.di und BFFS folgende Berufsverbände eingeladen:

VDD für die Drehbuchautorinnen und -autoren, BVR für die Fernsehregisseurinnen und -regisseure, BVK und BVFK für die Fernsehkameraleute, BFS für die Filmeditoren, VSK für Szenen- und Kostümbildleute, VDRSD für die Requisiten- und Set-Dekorationsleute, BVM für die Maskenbildleute, bvft und VDT für die Tongestalterinnen und -gestalter, IVS (neben dem BFFS) insbesondere für die Synchronschauspielerinnen und -schauspieler, eine Vertretung von mediamusic, Composers Club und Defkom für die Filmkompositions- und Filmmusikleute, sowie DJV für die Journalistinnen und Journalisten.

Auch unser Partner, die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände, wurde gebeten, die Einladung an diejenigen ihrer Berufsverbände weiterzuleiten, deren Mitglieder ebenfalls urheberrechtlich relevant sein könnten. Auf diesem Wege hat sich bisher der BvS für die Stuntleute angemeldet.

Damit haben ver.di und BFFS alle wichtigen Kreativverbände berücksichtigt, die sich bisher in der Erlösbeteiligungsfrage eingebracht haben und jetzt einen partnerschaftlichen Beitrag zur Lösung leisten könnten.

Der Kreis entspricht übrigens in etwa dem, der auch im Jahr 2013 zur Frage der Binnenverteilung der tariflichen Kinoerlösbeteiligungen zu Rate gebeten wurde. Damals allerdings sind BVR und BVK, weil sie separate Verträge wollten bzw. hatten, der Einladung nicht gefolgt.

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Auch diesmal wünscht der BVK lediglich beobachtend unseren Verhandlungen mit der ARD beiwohnen zu können.

Wie mit diesem Wunsch umzugehen ist, wird unter anderem Thema eines Beratungstreffens am 07.12.2015 sein, das ver.di und BFFS eingerichtet haben, damit sich die Seite der Filmkreativen auf die Verhandlungen mit der ARD vorbereiten kann. Schließlich sind die inhaltlichen Fragen der Fernseherlösbeteiligungen kompliziert genug.

Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir wieder einen langen Atem brauchen!

Über Heinrich Schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

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