Positionspapier des BFFS zum Thema „Gender“

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Ab heute steht unser Gender-Positionspapier zum Download bereit. Darin finden sich unsere Forderungen zur Verbesserung der Situation von Schauspielerinnen in deutschen Film- und Fernsehproduktionen wieder. Als Berufsverband ist es uns wichtig, ein Bewusstsein für das immer noch vorhandene Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen vor der Kamera zu schaffen. Gemeinsam wollen wir die bestehenden Gerechtigkeitslücken für Schauspielerinnen bei der Arbeit langfristig schließen.

Filme und Serien bilden nicht nur die Realität ab, sie prägen sie auch. Wenn weibliche Rollen regelmäßig nur zu einem Viertel in einer TV-Produktion vorkommen und  dieselben Stereotypen abbilden, belegt dies eine verzerrte Wahrnehmung unserer heutigen Gesellschaft.

Der BFFS wird nicht hinnehmen, dass die weibliche Hälfte der Bevölkerung (und damit die Hälfte unserer Mitglieder) signifikant weniger in Film und Fernsehen vorkommt – und dafür auch noch schlechter bezahlt wird.

Wir sind ein kreativer und schlagkräftiger Verband, der durch gezielten Einsatz gemeinsamer Kräfte und mit der erforderlichen Ausdauer verschiedene Probleme von Schauspielerinnen und Schauspielern in berufsspezifischen Bereichen ausgeräumt hat und weiterhin ausräumen wird. Als Interessenvereinigung der Schauspielbranche können wir allerdings kein gesamtgesellschaftliches Problem beheben. Uns ist es wichtig, konkrete, messbare Ergebnisse und Veränderungen zu erzielen. Deshalb fokussieren wir uns auf das, was wir als Verband konkret tun können und gehen einen Schritt nach dem anderen.

Auch bei diesem sehr komplexen und emotional aufgeladenen Thema gehen wir mit der bewährten BFFS-Strategie vor: Daten und Fakten zusammen tragen und darauf basierend politische Lösungen erzielen.

Hier können Sie das Positionspapier downloaden

Über Julia Beerhold

Julia Beerhold
Julia Beerhold wurde in Düsseldorf geboren mit dem Ziel, so schnell wie möglich etwas anderes zu sehen. Nach Aufenthalten in Malaysia, USA, Frankreich und Chile lebte sie etliche Jahre in Madrid und absolvierte dort auch ihr Schauspielstudium. Seitdem ist sie nicht weniger reiselustig, aber immerhin sesshaft in Köln. Nach Engagements an verschiedenen Bühnen und einer glanzvollen Karriere als Punkrockgitarristin bei den Bands KWIRL und G.C.Poma (Grrlism Causes Pimples On My Ass) tourte sie mehrere Jahre lang als Pianistin und Sängerin mit dem Serge-Gainsbourg-Abend „Ich liebe dich… ich auch nicht“.

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