Zwei Pressemeldungen zur Limburger Lösung

Am 1. November 2016 tritt die „Limburger Lösung“ in Kraft. Sie rettet die betriebliche Altersvorsorge der „freien“ Fernsehschaffenden, die – wie Schauspielerinnen und Schauspieler – indirekt, das heißt, über Produktionsunternehmen für ARD oder ZDF tätig werden.

Gerade dieser Personenkreis der kurz befristet beschäftigten sowie selbständigen Fernsehschaffenden ist auf die Pensionskasse Rundfunk angewiesen, wie auch die taz in ihrem Artikel „Das wohlverdiente Ruhekissen“ hinweist.

Aber weil im Laufe der letzten Jahrzehnte die Produktionsunternehmen sich mehr und mehr verunsichert fühlten, ob und wie ihre Beiträge zur Pensionskasse Rundfunk auch im Nachhinein von den öffentlich-rechtlichen Sendern rückerstattet werden, verlor die Pensionskasse Rundfunk unter den Produzenten immer mehr Rückhalt. Vermehrt verweigerten Produktionsunternehmen Beitragszahlungen bzw. die Mitgliedschaft in der Pensionskasse Rundfunk. Dem eigentlichen Standbein für die Altersvorsorge der „freien“ Fernsehschaffenden wurde nach und nach der Boden entzogen.

Mit der Einigung zur Limburger Lösung wurde endlich die Abführung und Erstattung der Beiträge rechtsverbindlich zwischen ARD, ZDF, Produzentenallianz, Pensionskasse Rundfunk, ver.di und Bundesverband Schauspiel geklärt.

Eine Er-Lösung für alle Beteiligten, auch für die Produzenten. Sie scheinen – wie es die Pressemitteilung der Produzentenallianz erkennen lässt – sich nun wieder der Pensionskasse Rundfunk zuzuwenden und zu einer gerechten und solidarischen Ausstattung der Alters- und Hinterbliebenenvorsorge beitragen zu wollen.

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Ekaterina Vassilevski

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