Danksagung zur Limburger Lösung

Der Erfolg hat einen Namen: „Limburger Lösung“. Diese Lösung rettet die Zukunft der betrieblichen Altersvorsorge für uns Schauspielerinnen und Schauspieler sowie für alle „Freien“, die über Produktionsfirmen für ARD und ZDF arbeiten.

Aber wir wollen auch die Namen von Personen und Organisationen nennen, denen wir diesen Erfolg zu verdanken haben:

Auch in dem Konflikt, der zur Limburger Lösung führte, mussten wir Rückgrat beweisen. Das fiel uns umso leichter, weil wir als mitgliedsstärkster Berufsverband in unserer Branche auftreten können. Jeder Schauspielerin und jedem Schauspieler im Bundesverband Schauspiel sei Dank!

ver.di stand wie immer fest an unserer Seite. Ein besonderer Dank gebührt hier Manfred Kloiber (im ver.di-Bundesvorstand der Fachgruppe Medien) sowie Matthias von Fintel (ver.di-Tarifsekretär), die bei der Anbahnung und den Verhandlungen zur Limburger Lösung unmittelbar beteiligt waren.

Kräftige Unterstützung erfuhren wir zudem von den vielen Berufsverbänden im Dachverband „Die Filmschaffenden“ im engen Schulterschluss mit dem Regie- und dem Drehbuchverband. Und auch die Deutsche Akademie für Fernsehen schaltete sich ein. Nicht zu vergessen die einzelnen Fernsehschaffenden, die sich couragiert an Produzenten und Sender wandten. Ein Zusammenhalt unter uns Film- und Fernsehschaffenden, der Hoffnung macht, auch in künftigen Konflikten bestehen zu können. Ganz herzlichen Dank!

Martin Schrader und Frank Weidenbusch sind die Vorstände der Pensionskasse Rundfunk und standen als solche im Zentrum des Geschehens und vermittelnd zwischen den Konfliktparteien. Ihrem Geschick, ihrem Charme, ihrer Beharrlichkeit verdanken wir, dass alle Konfliktparteien am Ende als Gewinner vom Platz gehen konnten.

Muss man sich eigentlich auch bei denen bedanken, die uns normalerweise Kopfzerbrechen bereiten? Ausgerechnet bei Produzenten, Senderverantwortlichen und Politikern? Nein, muss man nicht – aber wir sollten! Weil wir „meckern“, fordern und streiten, allerdings am Ende für unsere Probleme auch Lösungen erkämpfen wollen. Wir sollten denen dankbar sein, die sich von uns „anmeckern“ lassen, unsere Forderungen erwidern, mit uns streiten und am Ende auch – zusammen mit uns – Lösungen haben wollen.

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Ohne den flankierenden Einsatz aus der Politik, gerade auch von den SPD- Bundestagspolitikern, Burkhard Blienert, Ralf Kapschack, Martin Dörmann und natürlich Thomas Oppermann wäre die Limburger Lösung nicht möglich gewesen. Auch von Unionseite, hier wäre der CDU-Bundestagsabgeordnete, Marco Wanderwitz zu nennen, kam notwendige Unterstützung. Ihnen allen gebührt unser herzlichster Dank.

Den Rundfunkanstalten von ARD und ZDF, den Mitgründern der Pensionskasse Rundfunk, ist in diesem Konflikt der eigentliche Durchbruch zu verdanken. Sie haben sich letztendlich klar zu ihrer Verantwortung bekannt, für die betriebliche Altersversorgung der „Freien“ zu sorgen, und sich zu der einheitlichen Praxis durchgerungen, den Produktionsunternehmen die Anstaltsbeiträge auf Nachweis zu erstatten. Besonders hervorzuheben sind hier die Sendervertreterinnen in der Pensionskasse Rundfunk, Gesine Kerber (SWR) sowie Andrea Berg (ZDF), der BR-Verwaltungsdirektor, Dr. Albrecht Frenzel, der ZDF-Produktionsleiter, Donald Jenichen, die MDR-Intendantin und Leiterin des ARD-Vorsitzes, Professor Dr. Karola Wille (MDR) und der ZDF-Intendant, Thomas Bellut.

Geben wir es zu: Die Produzenten und ihr Verband, die Allianz Deutscher Produzenten, haben sich in diesem Konflikt lange Zeit hart und entschieden gegen uns gestellt. Aber sie haben trotz der Hitze des Gefechts die Tür nie zugeschlagen und dadurch den Kompromiss ermöglicht: Wir haben endlich eine sichere betriebliche Altersvorsorge und die Produzenten Rechtssicherheit. Ihr Protagonist in dieser Auseinandersetzung war Prof. Dr. Johannes Kreile. Ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen ein ganz herzlicher Dank für diesen lohnenden, fruchtbaren Streit.

Danksagungen kranken immer daran, dass viele, aber nicht alle auf dem Zettel stehen. Wen haben wir vergessen? Richtig, wir sollten an all jene älteren Kolleginnen und Kollegen denken, die nicht müde wurden, uns zu erinnern, für ein würdiges „Abendprogramm“ unseres Lebens vorzusorgen und möglichst früh in die Pensionskasse Rundfunk einzutreten. Stellvertretend für all diese Schutzengel möchte ich meinen nennen: Jochen Stern.

Lieber Jochen, genauso wie die Jüngeren heute bin auch ich damals nicht Schauspieler geworden, um an meine Rente zu denken. Das hast Du für mich getan. Du hast mir empfohlen – was sage ich – befohlen, schleunigst der Pensionskasse Rundfunk beizutreten. Nun, 25 Jahre später, bin ich 59, habe nicht mehr lang bis zur Rente und weiß gar nicht, wie ich Dir danken soll.

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Über heinrich.schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

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