Unsere 2016-Bilanz in Kürze

Verhandlungserfolg:

  • Unsere ProSiebenSat.1-Einstiegsgage steigt von 880 € auf 920 €.
  • Die „Limburger Lösung“, ein Vertrag zwischen BFFS, ver.di, Pensionskasse Rundfunk, Produzentenallianz, ARD und ZDF, rettet die betriebliche Altersvorsorge gerade für unsereins. Der Vertrag garantiert, dass praktisch bei allen ARD- bzw. ZDF-Fernsehproduktionen, Beitragspflicht für die Pensionskasse Rundfunk erfüllt werden kann. Die Sender werden ihre Anteile nicht mehr in die Herstellungskosten einkalkulieren, sondern immer auf Nachweis erstatten.

Rechtssicherheitserfolg:

  • Die langjährigen juristischen Bemühungen unseres Partnerverbandes IVS hat Erfolg, das Bundessozialgericht stellt fest, dass die schauspielerische Tätigkeit – nicht nur bei Theater- und Dreharbeiten, sondern auch – im Synchronbereich Beschäftigungen darstellen, die sozialversicherungspflichtig sind.
  • Die Sozialversicherungsträger ziehen daraufhin das sogenannte „16-Fälle-Modell“ zurück, das in der Vergangenheit im Synchronbereich für großes sozialrechtliches Durcheinander gesorgt hatte. Auf Initiative von IVS, BFFS und Synchronproduzenten beschließen sie ein Besprechungsergebnis, nach dem Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihren Erwerbsschwerpunkt im Synchronbereich haben, dort als „Unständige“ zu versichern sind.

Politischer Erfolg:

  • Das neue Urhebervertragsrecht erfüllt zwar nicht alle Erwartungen der Kreativen und ihrer Organisationen, fällt aber deutlich besser aus, als nach der Lobbyarbeit der Verwerterseite zu befürchten war. Insbesondere das politische Engagement der Schauspielverbände IVS & BFFS hat sich ausgezahlt, in Zukunft den Anspruch der Schauspielerinnen und Schauspieler auf angemessene Vergütung besser durchsetzen zu können.
  • Die Arbeitslosengeld-1-Regelung für kurz befristet Beschäftigte (wie z. B. für Schauspielerinnen und Schauspieler) wird nicht zugunsten einer für uns nutzlosen Rahmenfristverlängerung geopfert, sondern beibehalten und bis Ende 2018 verlängert – allerdings ohne die von uns geforderten Verbesserungen.

Bündniserfolg:

  • Nach jahrelanger intensiver Zusammenarbeit gründen die beiden maßgeblichen Schauspielverbände, IVS und BFFS, die „Union der Filmschauspielverbände“, die langfristig auf ein Zusammenschluss der beiden Verbände hinzielt.
  • Nach jahrelanger vertrauensvoller, informeller Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung Die Filmschaffenden wird unsere „Union der Schauspielverbände“ (IVS & BFFS) dort Mitglied.

Mitgliedererfolg:

Der BFFS hat inzwischen knapp 3.000 Mitglieder. Stammtische, Deutscher Schauspielerpreis, „Klappe-Auf“-Veranstaltung und Aktionen wie z. B, „Berlin-Ungeschminkt“ oder „Hamburg deine Perlen“ zeugen von einem quirligen Verbandsleben und einem großen ehrenamtlichen Engagement unserer Mitglieder.

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Über heinrich.schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

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