Podcast 002: Die Mär der Weisungsgebundenheit oder: Wie komme ich in die Künstlersozialkasse?

002: Die Schauspiel-Helden beleuchten in ihrer heutigen Ausgabe das Thema „Die Mär der Weisungsgebundenheit oder: Wie komme ich in die Künstlersozialkasse?“

Unser heutiger Podcast beschäftigt sich mit dem Thema der Weisungsgebundenheit. Warum müssen wir eigentlich Sozialabgaben abführen? Wäre es nicht viel einfacher wir würden auf Rechnung arbeiten und könnten als Schauspielerin und Schauspieler Mitglied der KSK, der Künstlersozialkasse, werden?

Zusammen mit Heinrich Schafmeister beleuchten wir dieses Thema ausführlich und gehen inhaltlich auch in die Tiefe. Dabei räumen wir mit vielen Vorurteilen auf und erklären wie wir vom Arbeitgeber richtig gemeldet werden, was Auswege beim Arbeitsamt, der Agentur für Arbeit, sind und was die Krankenkasse damit zu tun hat.

Dieser Podcast richtet sich an alle, die ihr gefährliches Halbwissen besiegen wollen.

Weiterführende Links

Die Künstlersozialkasse
http://www.kuenstlersozialkasse.de/

BFFS Mitglied werden
https://www.bffs.de/anmeldeformular

Antoine Monot, Jr.
http://www.monot.com

Heinrich Schafmeister
http://www.heinrichschafmeister.de

Der BFFS, der Bundesverband Schauspiel, ist der größte Berufsverband der deutschsprachigen Fernseh- und Filmbranche.

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6 Antworten zu “Podcast 002: Die Mär der Weisungsgebundenheit oder: Wie komme ich in die Künstlersozialkasse?”

  1. Wie geht man denn nun um mit der Gleichzeitigkeit verschiedener Tätigkeitsfelder, ergo unterschiedlichen Sozialversicherungsverhältnissen?

    Die Durchgabe von Versicherungszeiten bspw. vor Drehbeginn ist vollkommen unrealistisch da man zu diesem Zeitpunkt sehr oft den Vertrag gar nicht vorliegen hat.

    Ich verstehe nicht, wieso wir nicht einfach in Deutschland einen bestimmten Prozentsatz unseres Verdiensts als National Insurance abführen, die PV, KV, AV und RV abdeckt.

  2. Liebe Schauspielhelden,
    das war sehr informativ und deckt sich vollständig mit meinen Erfahrungen. Eine Sondersituation wurde aber tatsächlich nicht besprochen, obwohl sie, glaube ich, in Andreas mail angefragt wurde und für einige von uns zutrifft.
    Bei mir ist es so: wenn ich zwischen meinen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen auf Rechnung arbeite, z.B. als Dozent, mit eigenem Bühnenprogramm, als Host oder Moderator, zahle ich bei der Krankenkasse nicht mehr den Mindestsatz, sondern werde als Selbstständiger eingestuft und zahle sehr viel. Auch wenn ich durchschnittlich nur 25 Arbeitstage pro Jahr auf Rechnung arbeite. Die beste Lösung für mich wäre also tatsächlich, in der KSK zu sein, dann würde ich das ganze Jahr Sozialabgaben zahlen und die Rente wäre noch gesicherter.
    Zur Zeit bin ich dabei, unter Schilderung meiner Arbeitsverhältnisse, mit der KSK zu kommunizieren und habe einen Aufnahmeantrag gestellt. Das zieht sich jetzt schon sehr lange, ich musste sehr viele Nachweise schicken, aber ich bin noch nicht abgelehnt.
    Ich halte Euch gerne auf dem Laufenden, denn ich meine, dieser Zug ist noch nicht abgefahren.

    • Die KSK hat meinem Antrag zugestimmt und führt mich jetzt als ’nicht hauptberuflich Selbstständigen‘. Da ich auch bei – natürlich immer befristeten – sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen meiner selbstständigen Tätigkeit nachgehe, muss ich immer bei Anstellung ein Formular mit Nachweis (Lohnabrechung, incl. Zeitraum) mit Unterschrift per Post an die KSK senden, da werden dann am Monatsende jeweils meine Beiträge anteilig neu berechnet.
      Ich habe jetzt ungefähr die gleichen Kosten, wie wenn ich als ’nicht hauptberuflich Selbstständiger‘ bei meiner Krankenkasse Beiträge zahlen würde, bin aber dank der KSK rentenversichert.
      Versucht habe ich das, weil ich als Dozent, Regisseur, Moderator und Gesellschafter einer Kultur-GbR Honorarnoten schreibe, auch wenn das nicht meinen Hauptverdienst ausmacht. Aber es zieht sich eben durch’s ganze Jahr.

  3. Hallo zusammen, im Artikel KSK und Schauspieler soll „mit Halbwissen“ aufgeräumt werden. Da kann ich zu beitragen:
    Die KSK hat keine Mitglieder.
    Auch als KSK- Versicherter hat man Sozialversicherungsbeiträge zu leisten.

  4. Klasse. Danke für den Podcast. Was ich jedoch sehr wichtig finde, und was ihr nur am Rande erwähnt habt ist, wie lange Schauspieler beim Film tatsächlich angestellt werden. Ihr sagt im Beitrag, pro Drehtag gibt es 3 Versicherungstage. Die Praxis sieht meiner Meinung nach aber anders aus. Bei drei Drehtagen in einer Woche wird die Woche versichert, fertig. 7 Tage sind halt keine 9 Tage. Und ich finde dass auch schon sehr wenig.

    Worauf ich hinaus will: Wenn ich 5 Drehtage habe, dann habe ich die in der Regel nicht am Stück. D.h. ich habe wahrscheinlich 6 Reisetage, 1 Tag Kostümprobe, meist an einem Reisetag. 5 Drehtage. Sind 11 Tage. Dann hätte ich noch 4 Tage, in denen ich Text lerne und mich auf meine Rolle vorbereite. 15 Tage sind also das Minimum, d.h. die 3 Tage versichert bei einem Drehtag bildet es gerade so ab. Bei 1 Drehtag sieht das ganze noch absurder aus: 1 Tag Anreise mit Kostüm, 1 Drehtag, 1 Tag abreise. Und wie sieht es mit Rollenvorbereitung, Coaching usw aus?

    Meines Wissens nach werden wie beschrieben ohnehin keine 3 SV Tage für einen Drehtag abgerechnet. Aber zumindest diese 3 Tage sollten Pflicht werden!!! Das wäre meine Forderung Nr. 1.

    Wenn man nach Österreich schaut, da sieht es meines Wissens nach so aus, das bei einem Tag immer die ganze Woche versichert wird, und ab 3 oder 6 Tagen (bitte um Infos) der ganze Monat. Das ist absolut Sinnvoll! Dann gäbe es das Rentenproblem nicht (zumindest über das allgemeine Maß hinaus nicht) und ein Schauspieler käme auch in den Genuß ALG 1 zu beziehen, er zahlt ja schließlich auch in das System ein.

  5. Herzlichen Dank Heinrich und Antoine, danke für die ausführliche Betrachtung einer unendlichen Geschichte. Der monatliche freiwillige Versicherungsbeitrag bemisst sich ja nach dem Einkommen, bei null Einkommen wird eine Bemessung eines Einkommens von ca. 900 Euro angewandt, der Beitrag ist dann monatlich um die 150 Euro. Also, wer nicht in der KSK ist, nicht zum Amt will, kann dies bei seiner Krankenkasse so handhaben, Liebe Grüße
    Hildegard

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