Glaubwürdigkeit – Das Wesentliche wirken lassen, bis es wirkt

Ein Transferangebot aus dem Schauspiel-Coaching von Heike Hanold Lynch

Coaching wird immer populärer. Nicht nur bei Schauspielerinnen und Schauspielern, sondern auch in der Wirtschaft. Warum ist das so? Ist die Welt so komplex geworden, dass wir uns ohne Orientierung von außen nicht mehr zurecht finden?

Wie in so vielen Bereichen sind wir Schauspielerinnen und Schauspieler auch in diesem durch unsere Arbeitsweise und die immer enger, immer flexibler werdenden Drehbedingungen in gewisser Weise Vorreiter geworden. Auf Abruf, scheinbar aus dem Nichts und auf den Punkt müssen wir die Quintessenz einer Figur in ihrer verdichteten Form und oft in einem emotionalen Ausnahmezustand bringen, und das an Orten und unter Bedingungen, die uns dabei in keiner Weise helfen.

Um uns darin zu unterstützen gibt es eine Vielzahl von Techniken und Methoden. Keine von ihnen kann garantieren, dass wir im entscheidenden Moment das gewisse Etwas zustandebringen, das die Zuschauer über die bloße Nacherzählung und Ausbuchstabierung einer Figur hinaus erreicht. Aber allein schon die Auseinandersetzung mit ihnen wirft Fragen auf, die bei der Suche nach Rolle, Situation und Spielweise inspirieren können.

Die Coacherin Heike Hanold-Lynch hat aus ihrem Blickwinkel einen Grundsatztext zum Thema Glaubwürdigkeit geschrieben, den sie den Mitgliedern des BFFS freundlicherweise zur Verfügung stellt. Dass es sich hier bei aller Erfahrung und Methodik um einen subjektiven Text handelt, so wie es beim Thema Schauspielmethode letztlich immer subjektiv zugeht, liegt auf der Hand. Es gibt so viele Ansätze, wie es Coachingpersönlichkeiten gibt, so viele Schauspielmethoden wie Schauspielerinnen und Schauspieler.

Nichtsdestotrotz gibt es gemeinsame Erfahrungswerte, die zur Orientierung dienen können, die man immer wieder neu beschreiben, aber naturgemäß nie exakt berechnen kann wie eine mathematische Gleichung. Darum wollen wir hier jedem, der sich mit diesem Thema beschäftigt, eine Plattform bieten, aus Seiner Sicht dazu zu schreiben. Andere Coachingpersönlichkeiten sind also ausdrücklich eingeladen, dies zu tun.

Nun zunächst der Grundsatztext von Heike Hanold Lynch, der hier heruntergeladen werden kann.

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Über Hans-Werner Meyer

Hans-Werner Meyer wuchs in Norderstedt auf, einer großen Kleinstadt vor den Toren Hamburg. Und wenn es stimmt, dass jeder Künstlerexistenz ein Trauma zugrundeliegt, dann ist es hier zu suchen. Der Sohn eines Landschaftsarchitekten und einer Fremdsprachenkorrespondentin sah überall Grenzen: Jägerzäune um Grundstücke und in Köpfen und wählte zunächst den naheliegensten Weg, dagegen zu rebellieren, indem er sich mit den Halbstarken der Gegend herumtrieb.

Siehe auch

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