Angela Roy (BFFS), Heinrich Schafmeister (BFFS), Anna Ewelina (BFFS), Regine Hergersberg (BVM), Martin May (BFFS), Katrin Filzen (BFFS und ohne Bild Ute Platzer (BVL)

Verantwortung übernehmen

Die Gremien der Pensionskasse Rundfunk wurden neu besetzt

Am 26. Juni fand die erste Mitgliedervertreterversammlung der Pensionskasse Rundfunk mit den im Frühjahr frisch gewählten Vertretungen der ordentlichen Mitglieder – also der Versicherten – statt. Zu Beginn der neuen fünfjährigen Legislaturperiode mussten zunächst die unterschiedlichen Gremien neu besetzt werden.

Angela Roy (BFFS), Heinrich Schafmeister (BFFS), Anna Ewelina (BFFS), Regine Hergersberg (BVM), Martin May (BFFS), Katrin Filzen (BFFS) und ohne Bild Ute Platzer (BVL)

Der BFFS freut sich, dass seine Mitglieder und Mitglieder befreundeter Filmschaffenden-Verbände dort mehr Verantwortung übernehmen konnten. So sitzt Anna Ewelina (BFFS) neu im wichtigen Aufsichtsrat der Pensionskasse Rundfunk. Sie hat während der letzten Jahre die Gelegenheit genutzt, mithilfe von vielen Schulungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sich intensiv auf diese Aufgabe vorzubereiten. Martin May (BFFS) sowie Heinrich Schafmeister (BFFS) werden ihre Arbeit im Satzungsausschuss fortsetzen und Regine Hergersberg vom Maskenbildverband (BVM) wird sich an der Kassenprüfung beteiligen. Das höchste Organ der Pensionskasse Rundfunk ist aber die Mitgliedervertreterversammlung, dessen Vorsitz nun von Heinrich Schafmeister (BFFS) ausgefüllt wird.

Ein vorbildliches Merkmal der Pensionskasse Rundfunk ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen betrieblichen Altersversorgungseinrichtungen als sogenannter „Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)“ geführt wird. Das heißt, ihre Gremien werden im Geiste der Mitbestimmung gleichgewichtig von der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite besetzt. Beide Seiten haben über ihre gewählten Vertretungen einen direkten Einfluss auf die Entwicklung der Pensionskasse Rundfunk, z. B. auf die Satzung und die Versicherungsbedingungen.

In der Mitgliedervertretung verfügen die zwölf öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, ihre Tochterunternehmen, die Produktionsgesellschaften und die Degeto GmbH über zusammen fünfzehn Plätze. Ihnen sitzen auf der anderen Seite genauso viele Vertreterinnen und Vertreter der „Freien“ gegenüber. Drei von diesen Sitzen sind für solche „Freie“ reserviert, die wie wir Filmschaffende, Schauspielerinnen und Schauspieler nur mittelbar für ARD oder ZDF arbeiten. Unsere Arbeitgeber sind vielmehr die von ARD oder ZDF beauftragten Produktionsunternehmen. Auf diese drei „Freie“-Plätze wurden im Frühjahr Regine Hergersberg vom Maskenbildverband (BVM), Martin May (BFFS) und Heinrich Schafmeister (BFFS) gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind Angela Roy (BFFS), Katrin Filzen (BFFS) und Ute Platzer vom Locationverband (BVL).

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Gerade für uns Filmschaffende ist die Pensionskasse Rundfunk das eigentliche Standbein unserer Altersversorgung; denn aufgrund unserer lückenhaften Erwerbsbiografie wird die gesetzliche Rente im Alter bei weitem nicht ausreichen.

Umso geschockter waren wir, als vor nicht allzu langer Zeit viele Produzenten der Pensionskasse Rundfunk den Rücken kehren wollten. Sie stritten sich mit den versicherten Filmschaffenden bzw. der Pensionskasse Rundfunk, in welchen Fällen Beitragspflicht bestehen würde, und mit den Auftrag gebenden Sendern, ARD und ZDF, von wem bzw. wie der Arbeitgeberbeitrag zu tragen sei. Dieser Konflikt hätte für uns böse ausgehen können. Wenn unsere Arbeitgeber aus der Pensionskasse Rundfunk ausgestiegen wären, hätte eine betriebliche Altersvorsorge für uns nicht mehr funktionieren können. Mit dem Vertrag zwischen ARD, ZDF, Produzentenallianz, Pensionskasse Rundfunk, ver.di und BFFS zur „Limburger Lösung“ wurde der Streit beendet. Die Beitragspflicht und die Erstattung der Beiträge sind nun verbindlich geklärt und gemeinsam mit den Filmförderern wird nach einem Verfahren gesucht, auch bei geförderten Fernsehproduktionen eine paritätische Beitragszahlung zu gewährleisten.

Bei der Lösung des Konflikts haben unsere Vertretungen und die der Sender im Aufsichtsrat, im Satzungsausschuss und in der Mitgliedervertreterversammlung der Pensionskasse Rundfunk eine entscheidende Rolle gespielt. Diese Geschichte ist nur ein Beispiel von vielen, dass die Bezeichnung „Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit“ nicht bloß eine Floskel ist. Mitbestimmung bedeutet Verantwortung – hier die Verantwortung, sich um die Altersabsicherung unserer Kolleginnen und Kollegen zu kümmern.

Der BFFS will diese Verantwortung gerne übernehmen!

Allerdings muss Verantwortung auch jeder für sich selbst übernehmen! Im Gegensatz zur gesetzlichen ist die betriebliche Altersvorsorge über die Pensionskasse Rundfunk zwar lukrativ, aber freiwillig. Darum appelliert der BFFS an alle, die bei ARD- oder ZDF-Produktionen (und wenn es nur manchmal ist) mitspielen, für das „Abendprogramm“ des Lebens vorzusorgen und lieber heute als morgen der Pensionskasse Rundfunk beizutreten. Das Leben dauert meist länger als angenommen – das Ausfüllen des Aufnahmeantrags nur 5 Minuten (https://www.pensionskasse-rundfunk.de/index.php?id=aufnahmeantrag).

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