Antworten von DIE LINKE auf unsere 10 Fragen

1. Was will Ihre Partei tun, um die Lage vor und hinter den Kulissen deutscher Bühnen zu verbessern?

Die Finanzierung der deutschen Theater liegt in unserem föderalen System zum größten Teil in der Verantwortung der Länder und Kommunen. Der Bund sollte sich unserer Auffassung nach darum bemühen, die Länder finanziell in die Lage zu versetzen, ihre Kultur-Institutionen auskömmlich zu finanzieren. Wir haben in diesem Zusammenhang auch immer wieder gefordert, die Trennung zwischen freiwilligen und Pflichtaufgaben aufzuheben – so dass nicht gerade der Kulturhaushalt zu Sanierung der kommunalen oder Länderhaushalte herhalten muss.

Die oft schlechte Einkommenssituation an deutschen Bühnen muss als eine Folge der nicht bedarfsgerechten finanziellen Ausstattung der Theater gesehen werden. Out-Sourcing (statt Festanstellung werden die Gewerke als Selbstständige eingekauft) und eine fehlende Anpassung an Preis- und Tarifsteigerungen führen insgesamt zu sinkenden Einkommen.

Wir fordern eine bedarfsgerechte Finanzierung von Kulturinstitutionen, eine angemessene Ausstattung mit Personal und sind gegen ein weiteres Outscourcing. Der Bund kann hier bei den Ländern lediglich dafür werben, dass Theater so finanziert werden, dass sie in ihren Produktionsetats Preis- und Tarifsteigerungen sowie faire Vergütungen einkalkulieren.

Wir fordern, dass die Vergabe öffentlicher Gelder im Kultursektor an die Einhaltung sozialer Mindeststandards und Gendergerechtigkeit gekoppelt wird. Die Linke setzt sich zudem für Transparenz bei den Gehältern innerhalb von Kulturinstitutionen ein. Wir streiten für Entgeltgleichheit und fordern, dass sich Tarifanpassungen bei Angestellten auch in den Honoraren der Freien spiegeln sollten.

Das Zahlen von branchenspezifischen Mindesthonoraren sollte in den Förderrichtlinien der öffentlichen Hand verankert werden.

nächste Frage …

Über heinrich.schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

Siehe auch

Doch, wir haben die Wahl

„Wir haben ja keine richtige Wahl“, lästern viele, vor allem Nichtwähler, „die Parteien unterscheiden sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.