Überbetriebliche Beschwerdestelle: BFFS begrüßt Unterstützung der ARD

Sender und Produzentenverbände sind zum Beitritt in den Trägerverein eingeladen

Berlin, 2. März 2018 – Die ARD sagt ihre Unterstützung zur Errichtung der überbetrieblichen Beschwerdestelle in der Film- und Fernsehbranche zu. Nun, da es zur Konkretisierung der Idee kommt, bekräftigt die ARD, sich aktiv an der Planung zur Gründung des Trägervereins zu beteiligen, den die Initiatorengruppe aus Berufsverbänden für die Beschwerdestelle gründen wird. Diesen Beschluss hat das Büro des derzeitigen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm unserem Bundesverband Schauspiel bestätigt.

Bereits am 7. Februar hatte die ARD öffentlich bekundet, sich hinter die Initiative zur Errichtung einer überbetrieblichen Beschwerdestelle zu stellen. „Nun hat die ARD zügig ihren Worten Taten folgen lassen und zugesagt, sich in dem zu gründenden Trägerverein einer überbetrieblichen Beschwerdestelle zu engagieren“, so Heinrich Schafmeister, Vorstand des BFFS.

Die Schaffung einer Beschwerdestelle, die nicht auf betrieblicher Ebene angelegt, sondern als externe Anlaufstelle branchenweit für alle Film- und Fernsehschaffenden bei sexuellen Belästigungen und Übergriffen ansprechbar sein soll, ist eine Initiative, zu der unser Bundesverband Schauspiel den Anstoß gab und der sich inzwischen viele Branchenverbände angeschlossen haben. Sie wollen dazu gemeinsam einen Trägerverein gründen und haben nun offiziell auch Produzentenverbände, Sendeanstalten und Filmförderinstitute eingeladen, sich diesem Verein anzuschließen. „Mit der frühen Zusage des wichtigsten Senderverbundes, ARD, dem Trägerverein angehören zu wollen, erfahren wir just in dieser Phase der Einladungen an Sender- und Produzentenseite einen ermutigenden Rückenwind“, freut sich BFFS-Vorstandsmitglied, Heinrich Schafmeister. „Damit sitzt die ARD wirklich in der ersten Reihe!“

Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die bereits mit ihrer Zusicherung einer Anschubfinanzierung das Projekt der Initiatorengruppe aus verschiedenen Branchenverbänden der Film- und Fernsehbranche kräftig vorangebracht hat, setzt ihre Bemühungen fort, möglichst alle wichtigen Branchenteilnehmer für den Trägerverein und für die Unterstützung der überbetrieblichen Beschwerdestelle zu gewinnen.

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS mit seinen über 3.000 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die mitgliederstärkste Berufsvertretung – Verband und Gewerkschaft – der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft und die größte nationale Schauspielerorganisation.

Lesenswert:   Wahlen gemeistert

Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.