Ihr Kinderlein kommet

Dezember-Stammtisch in Frankfurt

Gemütliche Runde, vertraute Gesichter, Glühwein. Trotzdem, das Thema des Dezember-Stammtischs im Theater Alte Brücke in Frankfurt Sachsenhausen berührte einen kritischen Punkt unseres Schauspiellebens: Sind Kinder mit dem Beruf der Schauspielerin und des Schauspielers vereinbar? Kind und Karriere, geht das? Wie sehr uns diese Frage beschäftigt, zeigte das rege Interesse und der lebhafte Dialog in Frankfurt. Unsere Gäste Catherine Lieser, von „HessenFilm“ und Vorständin bei „Woman in Film and Television“, Anna Böger, Schauspielerin und Mutter, sowie Heinrich Schafmeister, BFFS-Vorstand und zuständig für das Ressort „Sozialer Schutz“, bereicherten unsere Runde mit ihren Erfahrungen und wertvollen Tipps.

Was brauchen wir, um Familie und Beruf in Einklang zu bringen? Diese Frage stand im Vordergrund und führte im Gespräch zu Ideen und ersten Konzepten, wie unsere Bedürfnisse als Mutter und Vater im Berufsleben befriedigt werden könnten. Wir fragten uns weiter: Mit welchen anderen Organisationen könnte unsere Schauspielgewerkschaft zusammenarbeiten, um Fortschritte zu erzielen? Mit welchen Anliegen müssen wir uns an die Politik wenden? Welche Forderungen sollten wir mit Tarifverhandlungen gegenüber der Arbeitgeberseite durchsetzen? Und was muss sich bei und Schauspieleltern ändern? Aber nicht nur Eltern, sondern auch diejenigen von uns, die keine oder noch keine Kinder haben wollen, sind gefragt, sich unserem Diskurs anzuschließen. Das gleiche gilt für andere Film- und Theaterschaffende.

Der große Theatermann Max Reinhardt beschrieb uns Schauspieler einmal als Menschen, denen es gelungen sei, die Kindheit in die Tasche zu stecken und sie bis ans Lebensende darin aufzubewahren. Diese Kindheit in unserer Tasche wird uns anhalten, in unserem Schauspielleben auch Platz zu schaffen für unsere Kinder. In diesem Sinne freut sich unserer Bundesverband Schauspiel über die kreativen Anregungen seiner Mitglieder, damit wir beides stemmen: Kind und Karriere!

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