60 Jahre GVL

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens feierte die GVL am gestrigen Abend ihren runden Geburtstag im Haus Ungarn in Berlin. Der BFFS, der seit dem 6. August diesen Jahres Gesellschafter der GVL ist, war eingeladen. Leslie Malton sprach als Vertreterin des neuen Gesellschafters der GVL, den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS), ein Grußwort.

 

Sehr geehrter Herr Heveling,

lieber Herr Dr. Gerlach, lieber Herr Evers,

liebe Mitglieder der GVL,

liebe Film- und Synchronschaffende,

 

ich freue mich, dass ich anlässlich des 60. Geburtstages der GVL heute hier als Vertreterin des neuen Gesellschafters BFFS sprechen darf.

Seit dem 06. August 2019, also seit genau 78 Tagen ist der BFFS Mitgesellschafter der GVL. Gemessen an den 21 900 Tagen, die es die GVL nun gibt, ist dies nun wirklich ein verschwindend kleiner Zeitanteil.

Dieser jungen Zeit des gesellschaftlichen Miteinanders gehen allerdings viele Jahre einer intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit voraus, so dass sich der Einstieg des BFFS als Gesellschafter in die GVL letztlich als logische Konsequenz geradezu aufdrängt:

 

  • Seit mehr als 10 Jahren sitzen mit Thomas Schmuckert und Till Völger in der Kategorie Künstler in der Delegiertenversammlung zwei BFFS-Mitglieder.
  • Für tausende Schauspieler/innen nimmt die GVL Jahr für Jahr Rechte wahr.
  • Seit 60 Jahren erhalten tausende Schauspieler/innen Jahr für Jahr aus dieser Rechtwahrnehmung Vergütungen ausgeschüttet. Ich selbst erhalte seit vierzig Jahren Zahlungen von der GVL.

Auch wenn wir uns wünschen würden, dass sich diese Zahlungen in anderen Größenordnungen abspielen, leisten sie gerade angesichts der fallenden Gagen, des wachsenden Kostendrucks und der schwierigen Vergütungsrahmenbedingungen mit dem wir in der Film-, Fernseh-, Theater- und Synchronwelt konfrontiert sind, einen wichtigen Beitrag zum Lebensunterhalt von uns Künstlern. Geld, mit dem wir fest rechnen.

Ich betone: Fest rechnen!

Wobei wir schon bei den Problemen angekommen sind. Es ist dem Geschäftsbericht 2018 der GVL zu entnehmen, dass die Digitalisierungsrevolution in der Musik- und Filmwirtschaft die GVL in den letzten Jahren vor große Change-Herausforderungen gestellt hat.

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Hinzu kommt das Erfordernis internationalen Standardisierungen, immer wieder neuen gesetzlichen Vorgaben oder veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden.

Das kriegen auch wir als Berechtigte zu spüren, denn mit der Umsetzung zur Implementierung von Standards gehen Schwierigkeiten einher, die zu Verzögerungen und Problemen bei Ausschüttungen geführt haben.

Oder anders gesagt: Unsere Mitglieder mussten gerade in den letzten Jahren auch die Erfahrung machen, dass fest erwartete Zahlung technisch bedingt auf sich warten ließen.

Hier muss Ihr Haus – nein nun darf nun muss ich sagen unsere GVL alle Anstrengungen unternehmen und besser werden. Es muss sichergestellt werden, dass die Künstler und Berechtigten künftig schnell an ihr Geld kommen. In dieser Situation ist im Übrigen auch eine zuverlässige und verlässliche Kommunikation gegenüber allen Berechtigten eine unerlässlich wichtige vertrauensbildende Maßnahme. Die Berechtigten müssen zumindest in die Lage versetzt werden, verstehen zu können, warum und bis wann nun Ausschüttungen auf sich warten lassen.

Dem Geschäftsbericht 2018 ist erfreulicherweise auch zu entnehmen, dass sich unsere GVL als eine lernende Organisation versteht, die sich den Herausforderungen des Wandels stellen will.

Darum glauben wir fest daran, dass sich unsere GVL nicht nur den Herausforderungen des Wandels stellen wird, sondern alle Anstrengungen unternehmen wird, diesen Wandel zu meistern.

Mit dem Beitritt zur GVL geben wir damit ein klares Bekenntnis zur GVL und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

 

Herzlichen Dank!!!

 

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