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#actout: Wir sind hier und wir sind viele

In dem heute, am 5.2.2021 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Manifest der #actout-Gruppe „Wir sind hier und wir sind viele“, unterschrieben von 185 Kolleg*innen, heißt es im vorletzten Absatz: „Dies ist zudem ein solidarischer Akt über die Grenzen unserer Branche hinaus und ein Appell an alle, uns zu unterstützen.“ Diesem Appell kommen wir gerne nach. Selbstverständlich unterstützen wir, der Vorstand des BFFS auch im Namen der Mitglieder, diese Aktion vollumfänglich.

In erster Linie aber möchten wir uns bedanken, und zwar für den Mut, die Horizonterweiterung und großartige Inspiration, die von diesen 185 Kolleg*innen und insbesondere den Initiator*innen ausgeht, die sich heute im SZ-Magazin so ausführlich über das Thema ihrer lesbischen, schwulen, bi-, trans-, queeren, inter- und/oder non-binären Identität geäußert haben und was sie für die Ausübung unseres Berufes als Schauspieler*in und darüber hinaus für die Gestaltung unserer Gesellschaft bedeutet.

Das Bekenntnis zur eigenen Identität, zum eigenen Begehren ist für viele in unserer Branche immer noch ein Tabu, die Angst vor negativen Konsequenzen für die Karriere und die Rollen, die einem angeboten werden, nach wie vor groß und berechtigt. Am Anfang des das Manifest flankierenden Interviews beantwortet der Preisträger des Deutschen Schauspielpreises und BFFS-Mitglied Jonathan Berlin die Frage, warum sie sich entschlossen haben, dieses Tabu jetzt zu brechen folgendermaßen: „Ich habe das Gefühl, dass die Zeit sehr reif ist dafür.“

Das hoffen wir auch von ganzem Herzen. Und wenn es sich bewahrheitet, dann haben wir es zu einem sehr großen Teil auch dem Mut, der Entschlossenheit und intellektuellen Durchdringung des Themas dieser Kolleg*innen zu verdanken.

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