20240206 Berlinale Bär In Braun

„Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“

BFFS Geschäftsstelle
6. Februar 2024

Demokratieverächter sind eine Schande für die Berlinale, aber ein noch größeres Unglück für unsere Parlamente

Mit großer Empörung hat die Kulturszene, haben auch viele von uns Schauspieler*innen die Neuigkeit aufgenommen, dass zwei Politiker*innen, ausgewiesene Demokratie- und Kulturfeinde, als Gäste der Berlinale geladen sind. Diese Nachricht ist in der Tat bedrückend.

Weniger neu, allerdings um ein Vielfaches beunruhigender (und die eigentliche Ursache für die unwillkommene Berlinale-Einladung an die beiden Antidemokraten) ist die Präsenz ihrer ebenso antidemokratischen Partei in 14 deutschen Landesparlamenten und im Bundestag. Dort sitzt diese Partei, die sich als Alternative für Deutschland empfiehlt, trotz ihrer antidemokratischen Positionen. Sie wurde bei demokratischen Wahlen in diese Parlamente gewählt.

Aber diese Partei nutzt ihren Platz in den Parlamenten, um unsere pluralistische Demokratie zu bekämpfen. Sie bekämpft damit auch unsere kulturelle Vielfalt und damit auch das, wofür wir als Kulturschaffende stehen.

In jüngster Zeit scheint die Mehrheit, die an unserer auf dem Grundgesetz beruhenden pluralistischen Demokratie festhalten will, aufgewacht zu sein. Unsere Schauspielgewerkschaft bittet seine Mitglieder und alle Kolleg*innen sich sichtbar dieser Mehrheit anzuschließen …

  • durch Teilnahme an den zahlreichen Kundgebungen für unsere Demokratie,
  • durch persönliches Engagement in einer der demokratischen Bewegungen, Verbände oder Parteien
  • und unbedingt durch Teilnahme an den kommenden Wahlen!

Denn, wie schon Erich Kästner sagte: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“

Der BFFS-Vorstand