
Einladung zur Veranstaltung „Mehr als ein Skandal – Sexismus als System in Film und Fernsehen“ am 28.06.2026
Datum:
Sonntag, 28.06.2026
Zeit:
Einlass ab 10:30 Uhr
Veranstaltung: 11:00 bis 13:00 Uhr
Ort:
Hochschule für Fernsehen und Film, München
Audimax
Bernd-Eichinger-Platz 1
80333 München
Warum wir genauer hinschauen müssen – auf Ursachen, Arbeitskultur und die Bilder, die wir produzieren. Und was sich ändern muss.
Sexismus in der Film- und Fernsehbranche ist kein Einzelfall und nicht nur ein Problem einzelner Täter. Er wurzelt in einer Arbeitskultur, die alltägliche Grenzüberschreitungen duldet und kleinredet – und in Bildern und Narrativen, die Frauenfeindlichkeit normalisieren. Beides hängt zusammen, beides bereitet den Boden für schwerwiegendere Übergriffe. Wenn diese an die Öffentlichkeit kommen, ist die Empörung groß – doch vieles bleibt verborgen: etwa das Ausmaß digitaler Gewalt, von der vor allem Schauspielerinnen betroffen sind. Wandel braucht auch Männer, die Verantwortung übernehmen – als Kollegen, als Vorgesetzte, als Teil einer Branche, die sich verändern muss.
Der BFFS lädt zu einer Veranstaltung, die nicht bei den Schlagzeilen stehen bleibt – sondern unbequeme Fragen nach den Ursachen stellt und gemeinsam nach Antworten sucht.
Eine Filmfest-Akkreditierung ist für die Teilnahme nicht erforderlich.
PROGRAMM
Grußwort
Leslie Malton, Vorsitzende des Bundesverband Schauspiel e.V.
Keynote
“Alltagssexismus – das Problem vor dem Skandal. Wie wegschauen Übergriffe begünstig“
Simone Wagner, Vorstand des Bundesverband Schauspiel e.V.
Keynote
“Sexismus und Frauenfeindlichkeit in männlich bestimmten Gesellschaften”
Prof. Dr. Rolf Pohl
Paneldiskussion
Collien Fernandes, Schauspielerin und Moderatorin, (per Zoom)
Lilly Felber, Psychologin und Mitautorin der Metastudie „Konsum frauenfeindlicher Medieninhalte verstärkt negative Reaktionen gegenüber Frauen”, Université de Lausanne
Maren Lansink, Geschäftsführende Vorständin, Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt
Prof. Dr. Rolf Pohl, Sozialpsychologe und Experte für Männlichkeitsforschung, ehemaliger Professor an der Leibniz Universität Hannover
Jens-Christian Rabe, Journalist und Kulturkritiker, Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung
Moderation: Barbara Rohm, culture change hub


