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BVR, ver.di und Netflix beschließen weitere Gemeinsame Vergütungs- inklusive KI-Regeln
Heute am 10.07.2025 wurde bekannt: Für Regie haben der Bundesverband Regie BVR und ver.di mit Netflix weitere Gemeinsame Vergütungsregeln beschlossen, die offenbar auf den bereits bestehenden Gemeinsamen Vergütungsregeln zwischen BFFS, ver.di und Netflix aufbauen. Auch wenn die Einzelheiten noch nicht veröffentlicht sind – hier bittet der BVR um Verständnis –, wertet auch unsere Schauspielgewerkschaft diese Einigung als ein gutes Signal für die ganze Branche und gratuliert den Vertragspartnern zu diesem Fortschritt. Vor allem auch, weil der neue Abschluss wohl zudem Regelungen zum Einsatz von KI im Zusammenhang mit Regieleistungen enthalten soll.
Nachdem als erster Verband unser BFFS für Schauspieler*innen sowohl einen KI-Tarifvertrag für Dreharbeiten mit der Produktionsallianz als auch mit Netflix jeweils einen KI-Vertrag für Film- sowie für Synchronschauspiel aushandeln konnte, ist nun dem BVR und ver.di ein weiterer Durchbruch zur KI-Problematik auch für das Regiegewerk gelungen.
Kollektivvertragliche Einigungen mit unseren Partnern auf der Produktions- und Verwerterseite sind „die halbe Miete“, können aber nicht all unsere Sorgen zum Einsatz von KI auflösen. Viele Fragen erfordern eine rechtliche Klärung bzw. Regulierung auf europa- und bundespolitischer Ebene. Hier ziehen ver.di, BVR, BFFS und andere Berufsverbände innerhalb der Initiative Urheberrecht an einem Strang. Das müssen sie auch. Denn angesichts der globalen Lage – Stichwort Zollkonflikt mit den USA – scheint die europäische und deutsche Politik geneigt, zugunsten amerikanischer Tech-Giganten den Schutz unserer Kultur und der Kreativen vernachlässigen zu wollen.
Umso bedeutender sind die KI-Regelungen, die unsere Berufsverbände und Gewerkschaften kollektivvertraglich erzielen können. Sie sind eine Ermutigung für unsere ganze Branche.
