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PRESSEMITTEILUNG | Die neuen BFFS-ARD-Schauspiel-GVR

Deutlich verbesserte Folgevergütungen für Schauspielende bei der ARD

Berlin, 13.04.2026: Mit ihren Unterschriften haben nun die Schauspielgewerkschaft (BFFS), die ARD, die ARD Degeto Film und die Produktionsallianz einen weiteren Vertrag zugunsten der Schauspielenden besiegelt: Die „BFFS-ARD-Schauspiel-GVR“.

Diese zweite Auflage der Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) sind eine deutliche Erweiterung und Verbesserung gegenüber den ersten GVR, die seit Anfang 2022 in Kraft sind. Diese boten den Schauspielenden bei der ARD erstmals Folgevergütungen – allerdings ausschließlich bei 90-minütigen Auftragsproduktionen. Vorausgesetzt, sie konnten erfolgreich ausgewertet werden – jedoch bislang ausschließlich im linearen Programm.

Die neue Vereinbarung umfasst jetzt auch kürzere Fernseh-Spielfilme bzw. -Serien und damit nahezu alle fiktionalen ARD-Formate.

Für die Mediatheken-Nutzung haben die Vertragsparteien noch kein abschließendes Folgevergütungs-Modell gefunden und daher beschlossen, zu diesem Punkt die Verhandlungen wieder aufzugreifen. Aber bis zu einer endgültigen Einigung dazu ermöglicht eine Interimslösung, dass auch die erfolgreichen Auswertungen der Produktionen im nicht-linearen Programm bei der Bemessung der Folgevergütungen Berücksichtigung finden.

Der neue Vertrag beinhaltet auch eine Erlösbeteiligung der Schauspielenden, wenn diese Produktionen kommerziell erfolgreich verkauft werden können.

Zudem wird eine erhöhte Bepreisung der für den Erfolg maßgeblichen Punktwerte für einen Anstieg der Folgevergütungen an die betreffenden Schauspielenden sorgen.

„Der Abschluss des Vertrags fällt in Zeiten, die uns schwer zu schaffen machen, in denen wir krisenbedingt so wenig Engagements erhalten und Geld verdienen wie selten zuvor,“ beschreibt BFFS-Vorstandsmitglied Katharina Abt die derzeitige Lage ihrer Schauspielkolleg*innen: „Umso mehr freuen wir uns über diesen Abschluss, über Folgevergütungen, die bei der ARD üppiger ausfallen, unter uns breiter gestreut sein werden und wieder Zuversicht vermitteln.“

Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):

BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 4.300 Schauspieler*innen inzwischen die größte nationale Schauspielorganisation und mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh-, Theater- und Synchronlandschaft. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben. Der Vorstand des BFFS arbeitet ehrenamtlich.

BFFS-Pressekontakt:

Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS)
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