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Der BFFS arbeitet selbst mit dem Steuerberater Andreas Schmidt-Hagius sowie Steuerberater Christian Knappe HKR Steuerberatung in Berlin zusammen.
Beide Steuerberater haben bereits Schauspieler*innen als Klient*innen und sind mit der Materie sehr vertraut.
Wenn Sie über technisches Grundwissen verfügen, können Sie sich zusätzlich mit einer eigenen Homepage (inkl. Demoband) im Internet präsentieren. Besetzungen erfolgen jedoch überwiegend über Casting- bzw. Besetzungsdatenbanken.
Der BFFS empfiehlt Filmmakers Europe, da der BFFS im Beirat sitzt und Schauspieler*innen dort alle castingrelevanten Informationen vollständig und kostenlos hinterlegen können.
Eine Auflistung von Castingdatenbanken finden Sie hier: Caster*innen (D-A-CH)
Als Mitglied des BFFS haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sich an die Berliner Geschäftsstelle zu wenden, die von Rechtsanwalt Bernhard Störkmann geführt wird. Im Raum Köln steht Ihnen unser Rechtsanwalt Brien Dorenz zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte in jedem Fall an die Geschäftsstelle. Erstberatungen sind für Mitglieder kostenlos.
Berufsverbände arbeiten nach außen hin, um die Interessen gegenüber den Vertragspartnern (z. B. Arbeitgeber, Auftraggeber, öffentliche Hand, Gesetzgeber) und der Öffentlichkeit (Medien, Presse) allgemein durchzusetzen. Nach innen hin verstehen sich Berufsverbände als ein Forum, in dem berufsspezifische Fragen aufgeworfen, diskutiert und geklärt werden können.
Die Schauspielgewerkschaft (BFFS) ist für alle Kolleg*innen eine wichtige Adresse. Aber auch für die Film-, Theater- und Synchronbranche und die Politik ist der BFFS ein seriöser Ansprechpartner geworden. Der BFFS ist der grösste Berufsverband der Branche und hat inzwischen mehr als 4.300 Mitglieder, die alle professionelle Schauspieler*innen sind. Eine Mitgliedschaft im BFFS ist ab 15.- € im Monat möglich und ermöglicht es dem Verband, seinen Einfluss in allen Schauspielbereichen, der Politik und den Medien zu vergrößern, und bietet Schauspieler*innen im allgemeinen eine wichtige Anlaufstelle (monatliche Stammtische in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München) und vieles mehr.
So banal es klingt: Das Wichtigste ist, mit gelerntem Text am Set zu erscheinen! Sie können sich auch mit Hilfe eines Coaches auf die Dreharbeiten vorbereiten. Ob ein Coach Ihnen etwas in Ihrer Arbeit bringt oder nicht, müssen Sie selbst für sich herausfinden; darauf gibt es keine Standard-Antwort.
Ein*e Fotograf*in sollte Sie so fotografieren, dass Sie als Mensch, als Typ gut erkennbar sind. Vermeiden Sie es, Fotos in vielen verschiedenen Kostümierungen zu machen. Es kommt auf Sie als Typ an und nicht auf gespielte Fotos.
Wie erstelle ich mir ein Demoband?
Es gibt im Internet viele Anbieter*innen, die Ihnen ein Demoband erstellen. Wir möchten hier keine Empfehlungen aussprechen, verweisen jedoch auf die Google Suche. Wir zeigen Ihnen aber im Folgenden, worauf Sie bei der Demobanderstellung achten sollten.
Natürlich können Sie sich Ihr Demoband auch selbst erstellen. Apple zum Beispiel hat im iLife Paket eine sehr gute Software namens iMovie, Für Windows XP Nutzer gibt es zum Beispiel das kostenlose Windows Movie Maker. Grundsätzlich kann man sagen, dass es sich rentiert, ein paar Euro zu investieren. Immerhin geht es hier um Ihr Demoband. Sollten Sie keine Erfahrung mit Schnittprogrammen haben, raten wir Ihnen, sich nicht an Final Cut, Avid oder ähnliche professionelle Programme zu wagen, da diese äußerst komplex sind.
Worauf muss ich inhaltlich bei der Erstellung achten?
Wichtig ist die Qualität der Ausschnitte. Diese sollten von Bild und Ton so gut sein, dass sie problemlos im Fernsehen gesendet werden könnten. Caster*innen sehen täglich viele Demobänder und häufig bleibt ein schaler Geschmack zurück, wenn das Licht zu dunkel oder der Ton zu leise ist. Beim Inhalt geht es nicht darum, Sie in fünfzig verschiedenen Kostümierungen zu zeigen (cool, nachdenklich, lustig, etc.). Zeigen Sie sich. Caster*innen wollen Sie sehen, Ihren Typ.
Wenn Sie Szenen, z.B. aus Kurzfilmen, haben, sollten Sie diese nur dann verwenden, wenn sie gut gefilmt und auch vom Ton her gut sind. Wenn Sie kein solches Material haben, dann machen Sie am besten ein kurzes Interview (About me) und filmen dies: stellen Sie sich vor, nennen Sie Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und erzählen Sie von Ihrem Werdegang (Schauspielschule, Quereinsteiger etc.). Wir raten Ihnen dringend davon ab, bekannte Filmszenen nachzuspielen oder Theateraufführungen auf das Band zu nehmen.
Wenn Sie Szenen haben, dann achten Sie bitte auf die folgenden Punkte:
1. Dauer
Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Demoband nicht länger als drei bis vier Minuten ist und als einzelne Szenen auf den Datenbanken hinterlegt ist, dies erleichtert Casting Directors die Arbeit. Stellen Sie sich immer vor, Sie müssten am Tag vierzig Demobänder von Ihnen wildfremden Menschen ansehen.
2. Keine Intros
Ein Zusammenschnitt Ihrer “Best Of” Szenen ist hier fehl am Platz! Caster*innen sehen sehr viele Bänder und wollen schnell und einfach vor allem eines sehen: Sie – und welchen Typ Sie verkörpern.
3. Auswahl der Szenen
Der erste Eindruck entscheidet. Nehmen Sie Ihre stärksten Szenen an den Anfang! Versuchen Sie nicht, mit den Szenen eine Geschichte zu erzählen, sondern reihen Sie einfach Szene an Szene. Den Caster*innen und Regisseur*innen geht es immer noch um Sie und nicht um den Film, in dem Sie mitgespielt haben. Überlegen Sie sich auch genau, welche Szenen Sie nehmen. Sie bestimmen damit selber Ihren Typ! Wenn Sie in allen Szenen weinen, werden Sie wahrscheinlich auch in diese Richtung besetzt werden. Es geht um Sie, den Typ, den Sie von Haus aus verkörpern und das, was Sie von sich präsentieren. Begehen Sie nicht den Fehler, dass “die dann schon sehen, dass ich spielen kann und mich dann auch anders besetzen werden”.
Viele Anfänger*innen machen auch den Fehler, hoch emotionales Material wie Schreiszenen, Zusammenbrüche etc. auf das Band nehmen zu wollen. Machen Sie das nicht. Weniger ist mehr.
4. Feedback
Zeigen Sie Ihr Material anderen Menschen, am besten, bevor Sie anfangen zu schneiden und später auch die verschiedenen Schnittfassungen, die Sie erstellen. Fragen Sie sie, welche Szenen Sie verwenden sollen und welche nicht. Wenn man am Anfang des Berufes steht, fehlt einem oft die Distanz und man möchte am liebsten jeden Blick, jede Geste, die man gemacht hat, auf dem Demoband verewigen. Doch das ist nicht nur unnötig, sondern schlimmstenfalls sogar kontraproduktiv. Betrachter*innen, in diesem Fall Caster*innen, haben ein sehr geschultes Auge und können Sie meistens nach wenigen Sekunden einordnen und in ihren Köpfen abspeichern.
Sie können die Casting Directors 1-2 mal im Jahr anschreiben und auf neue Fotos, Demobandszene oder Aufführungstermine hinweisen.
Manchmal machen Casting Directors auch Kennenlerntermine. Grundsätzlich gilt: Caster*innen und Schauspieler*innen sollten sich auf Augenhöhe und respektvoll begegnen. Wir brauchen uns gegenseitig.
Ein Caster*in, bzw. ein Castingbüro, wird direkt von der Filmproduktionsfirma angestellt, um für einen Film Besetzungsvorschläge zu machen. Ein*e Caster*in arbeitet grundsätzlich mit allen Schauspieler*innen zusammen und fragt diese dann direkt oder über die Agentur (Schauspieleragentur) an. Ziel der Schauspieler*in ist es, mit dem eigenen Material in so vielen Karteien von Castingbüros wie nur möglich zu sein. Ein Castingbüro bezahlen Sie nicht, dieses erhält das Honorar direkt von der Produktionsfirma.
Die Agentur arbeitet mit Ihnen als Schauspieler*in exklusiv zusammen. Sie können also nur von einer einzigen Agentur vertreten werden. Eine Agentur kümmert sich darum, dass Sie in den Köpfen der Caster*innen präsent sind und verhandelt, bei einer Zusage, Ihre Verträge. In der Regel erhält eine Agentur zehn Prozent Ihrer Bruttogage.
Wenn Sie gerade erst angefangen haben, als Schauspieler*in zu arbeiten, ist es vor allem wichtig, bei den Castingbüros präsent zu sein.
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