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Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspieler*innen in Deutschland.
Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbssituation der Künstler*innen berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.
Über 4.300 Mitglieder zählt der BFFS inzwischen (Stand Dezember 2024) und ist damit in Deutschland der mitgliederstärkste Berufsverband der deutschen Kino- und Fernsehlandschaft und die größte Schauspielerorganisation.
In dem Bewusstsein, dass Schauspieler*innen sowohl Rückgrat als auch Gesicht unserer kulturell wichtigen aber auch sensiblen Film- und Bühnenkultur sind, pflegt der Bundesverband Schauspiel eine enge Vernetzung mit Politik, Sendern, Behörden, Filmgesellschaften sowie Theatereinrichtungen und anderen Verbänden bzw. Gewerkschaften.
Im April 2006 wurde der BFFS als Verband auf Anregung der Schauspielersektion der Deutschen Filmakademie gegründet. Damit wurde eine Lücke geschlossen, die seit langem klaffte. Die meisten anderen Kunst- und Kulturschaffenden waren bereits in entsprechenden Berufsverbänden organisiert. Die BFFS-Gründungsmitglieder waren Jasmin Tabatabai, Antje Schmidt, Michael Brandner, Matthias Brandt, Oliver Broumis, Hans-Werner Meyer und Herbert Knaup.
Als Bundesverband der Film- und Fernseh-Schauspieler*innen (kurz BFFS) ins Leben gerufen, wurde er am 11.5.2014 in Bundesverband Schauspiel umbenannt, und ist inzwischen der Bund für alle „Festen“ und „Freien“ Schauspieler*innen (kurz BFFS) und zuständig für alle Bereiche: Bühne, Film, Fernsehen und Sprache (kurz BFFS).
Den deutschen Schauspieler*innen gelingt es endlich, eine eigenständige und bundesweite Organisation zu gründen, die ausreichend groß und repräsentativ ist, die Schauspielinteressen wirkungsvoll gegenüber Politik, Behörden, Produzenten und Sendern zu vertreten.
Auf Initiative des BFFS wird erreicht, dass nicht nur an einzelnen Drehtagen, sondern die gesamte Zeit des Schauspielengagements sozialversichert werden muss.
Die intensiven Bemühungen des BFFS zahlen sich aus: Der Deutsche Bundestag führt die verkürzte Anwartschaftszeit ein, damit die Benachteiligung von Schauspieler*innen und anderen kurz befristet Beschäftigten beim Arbeitslosengeldanspruch abgemildert wird.
Der BFFS schließt ein Bündnis mit ver.di und führt seine ersten Tarifverhandlungen mit der Produzentenallianz. Damit ist der BFFS nicht nur formal, sondern auch praktisch als Berufsgewerkschaft der Schauspieler*innen etabliert.
Mit der Protestaktion „Ich bin preiswert“ beim Deutschen Fernsehpreis trägt der BFFS entscheidend zur Gründung der Deutschen Akademie für Fernsehen bei und zeigt nebenbei seine Entschlossenheit, seine politischen und tariflichen Ziele auch mit kämpferischen Maßnahmen durchzusetzen.
Der BFFS setzt mit gezielten Arbeitskampfmaßnahmen durch, dass die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.
Der BFFS veranstaltet seinen ersten Deutschen Schauspielerpreis.
BFFS-Mitglieder werden in den GVL-Beirat und in die Mitgliederversammlung der Pensionskasse Rundfunk gewählt.
Der BFFS unterschreibt seinen ersten Tarifvertrag, der zugleich der erste ist, der urheberrechtlich begründete Folgevergütungen für auf Produktionsdauer tätige Filmkreative u. a. für Schauspielerinnen und Schauspieler regelt.
Der BFFS unterschreibt seine ersten Gemeinsamen Vergütungsregeln. Mit der ProSiebenSat.1 Media AG werden quotenabhängige Folgevergütungen und eine für ProSiebenSat.1 geltende höhere Einstiegsgage vereinbart.
Der erste, eigens für Schauspieler*innen vorgesehene Tarifvertrag wird ins Leben gerufen. Der BFFS setzt u.a. eine Einstiegsgage durch, die allgemein bei Dreharbeiten nicht unterschritten werden darf.
Der BFFS gründet die Deutsche Schauspielkasse. Sie organisiert die Verteilung der vom BFFS ausgehandelten Erlösbeteiligungen und Folgevergütungen an die berechtigten Schauspieler*innen.
Mit dem „Limburger-Lösung“-Vertrag löst der BFFS die Probleme der Pensionskasse Rundfunk zur Beitragspflicht der Produktionsfirmen und zur Beitragserstattung durch ARD und ZDF. Damit rettet der BFFS die betriebliche Altersversorgung für alle, die – wie von Schauspieler*innen – von Produktionsfirmen besetzt werden, um an ARD- oder ZDF-Sendungen mitzuwirken.
Die „Limburger-Lösung“ wird abgerundet: Nun sind auch die Betragspflicht und die Beitragserstattung von geförderten Produktionen für ARD oder ZDF geregelt.
Auf Initiative des BFFS gründen er und 25 andere Verbände mit Unterstützung des Bundeskulturministeriums die „Themis“ als überbetriebliche und unabhängige Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh-, und Theaterbranche. Neben einer aktiven Unterstützung für Betroffene setzt sich die Themis für Prävention und eine gewalt- und angstfreie Arbeitskultur ein.
BFFS und ver.di können für Dreharbeiten wichtige Tarifforderungen durchsetzen: Die Tages-Höchstarbeitszeit wird von bisher 13 auf 12 Stunden reduziert (inklusive Masken- und Garderobenzeit); die Einstiegsgage wird bis zum Jahr 2020 in drei Stufen um 9,6 Prozent erhöht; Schauspielerinnen dürfen nicht aufgrund ihres Geschlechts schlechter vergütet werden als ihre männlichen Kollegen; für die Regelung von Gagenhöhen in Hochschul-Abschlussfilmen entsteht ein neuer zusätzlicher Tarifvertrag.
Der BFFS beschließt wichtige [Satzungsänderungen / Strukturreformen] zur Stärkung des Verbands: Onlineabstimmung für Mitglieder, effektiver Minderheitenschutz und eine geschlechtergerechte Besetzung des Vorstandes werden eingeführt.
Die maßgeblichen Schauspielverbände IVS und BFFS schließen sich zusammen und bilden die mit Abstand größte deutsche Schauspielorganisation und Berufsvertretung der Bühnen-, Film-, Fernseh-, und Synchronbranche.
Der BFFS und ver.di erreichen gemeinsam einen verbesserten Zugang zum Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 für kurz befristet Beschäftigte: Die Verlängerung der Rahmenfrist von 2 auf 2½ Jahren vereinfacht das Sammeln der nötigen Anwartschaftszeit. Bei Anwendung der bereits 2009 beschlossenen verkürzten Anwartschaftszeit (6 Monate) sind die weiteren Vorbedingungen so gelockert, dass viele, vor allem die Bühnenschauspieler*innen wieder Arbeitslosengeld bekommen können.
Der BFFS wird Mitgesellschafter der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL).
BFFS, Bundesverband Synchronregie und Dialogbuch (BSD), Bundesverband Regie (BVR) und ver.di schließen Gemeinsame Vergütungsregeln mit Constantin Film und Studiocanal ab. Dies ist die erste kollektive Vereinbarung in der deutschen Synchronbranche. Sie verschafft den Synchronkreativen eine Erlösbeteiligung am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Produktionen.
Der erste Schauspiegel – Das Magazin für die Schauspielbranche – erscheint.
Der BFFS, ver.di und Netflix sorgen für eine europäische Premiere: Erstmals vereinbart ein weltweit agierender Streaminganbieter mit Urheber*innen und ausübenden Künstler*innen Gemeinsame Vergütungsregeln. Künftig gewährleistet Netflix eine höhere Einstiegsgage für Schauspieler*innen und für sie wie für alle Filmkreative Folgevergütungen.
Der BFFS wird Tarifpartei jetzt auch beim Manteltarifvertrag für Dreharbeiten und setzt für den Schauspieltarifvertrag das Flexible Fristenmodell durch. Das Modell gewährleistet auch denjenigen eine Garantievergütung, die vertraglich keine garantierten Drehtage aushandeln können.
Der BFFS wächst und wächst. Inzwischen zählt er über 4.300 Mitglieder und setzt damit seinen Wachstumskurs seit seiner Gründung 2006 fort.
BFFS, ver.di und Produktionsallianz sorgen für eine europäische Premiere und schließen den ersten Tarifvertrag zum Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Herstellung von Film- und Fernsehproduktionen ab. Der Tarifvertrag regelt zunächst den Umgang mit KI bei schauspielerischen Darbietungen, insbesondere bei der Bearbeitung, Umgestaltung oder dem Ersatz von Performances durch digitale Nachbildungen. Einwilligungs- und Vergütungsregelungen stellen sicher, dass wesentliche Veränderungen nicht ohne Zustimmung der Schauspieler*innen erfolgen.
Nach fast 18 Monaten Tarifverhandlungen gelingt es dem BFFS gemeinsam mit GDBA und VdO, mit dem Deutschen Bühnenverein einen Tarifvertrag für gastierende Künstler*innen abzuschließen. Geregelte Ausfallgagen bei abgesagten Vorstellungen und Proben, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie Urlaubsansprüche und deren Abgeltung verbessern die soziale Absicherung von Gästen an Theatern deutlich.
Die Verhandlungskommissionen der Gewerkschaften und des Deutschen Bühnenvereins einigen sich auf ein sogenanntes „Kleines Paket“ für die NV-Bühne. Die Vereinbarung enthält Regelungen zur Arbeitszeit sowie zur besseren Planbarkeit der Arbeit für NV-Bühne-Beschäftigte.
Der BFFS erzielt einen weiteren Verhandlungserfolg mit dem Streaminganbieter Netflix. Zwei zusätzliche KI-Tarifverträge regeln, unter welchen Bedingungen Künstliche Intelligenz bei Film- und Synchronschauspieler*innen eingesetzt werden darf.
Der BFFS und die The Walt Disney Company (Germany) GmbH vereinbaren eine Gemeinsame Vergütungsregel, die Synchronschauspieler*innen in Kinoproduktionen der The Walt Disney Studios eine Folgevergütung über alle Verwertungsfenster hinweg sichert.
Der BFFS und das ZDF vereinbaren neue Vergütungsregeln für Schauspieler*innen in ZDF-Auftragsproduktionen. Wiederholungsmodelle gelten künftig für alle 60- und 90-minütigen Formate. Neu ist zudem ein Punktemodell für Serien, das eine transparente Folgevergütung auf Basis konkreter Nutzungsvorgänge ermöglicht, sowie eine zusätzliche Erlösbeteiligung an kommerziellen Vertriebserlösen.
Der Vorstand des BFFS arbeitet ehrenamtlich. Er wurde von der Mitgliedschaft gewählt und setzt sich wie folgt zusammen.
1. Vorsitzende
Vor vier Jahren habe ich die Rolle der Vorsitzenden mit Demut, Zuversicht und einem festen Glauben an Teamarbeit übernommen. Die COVID-Krise hat uns stark gefordert, doch unsere Geschlossenheit hat uns noch stärker gemacht – wir konnten helfen und uns einen Platz an den entscheidenden Verhandlungstischen sichern. Ich bin dankbar, zum Wachstum des BFFS beigetragen zu haben, und bitte um euer weiteres Vertrauen für vier weitere Jahre.
Kontakt: leslie.malton@bffs.de
stellvertretender 2. Vorsitzender
Als Gründungsmitglied des BFFS stehe ich für Kontinuität und Erfahrung im Vorstand. Ich setze auf ein starkes Teamwork aus Erfahrung und neuen Ideen und bin bereit, gemeinsam mit neuen und bisherigen Kolleg*innen die Zukunft des BFFS mitzugestalten. Öffentlichkeitsarbeit, europäische Lobbyarbeit und der DEUTSCHE SCHAUSPIELPREIS waren zentrale Bestandteile meiner Vorstandsarbeit.
Kontakt: hans-werner.meyer@bffs.de
Links: IMDB | Wikipedia | Offizielle Homepage
stellvertretender 3. Vorsitzender
Ich bin Beka Bediana, Schauspieler und langjähriger Regionalpate beim BFFS. Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Branche die gesellschaftliche Vielfalt widerspiegelt. Der BFFS hat die Stärke, politische Impulse zu setzen und die Arbeitsbedingungen für Schauspieler*innen zu verbessern – und ich bin bereit, mich als künftiges Vorstandsmitglied dafür einzusetzen.
Kontakt: beka.bediana@bffs.de
Links: Offizielle Homepage
Schatzmeisterin
Ich bin Simone Wagner und setze mich im BFFS besonders für den Nachwuchs ein. Faire Gagen, soziale Absicherung und kreative Freiheit sind mir wichtig – damit junge Schauspieler*innen ohne Existenzängste ihren Weg gehen können. Im Vorstand arbeite ich an den Themen Ausbildung, Casting, Gleichstellung und Familienfreundlichkeit.
Kontakt: simone.wagner@bffs.de
Links: Offizielle Homepage
Repräsentantin „Bühne“
Ich bin Klara Deutschmann und habe mich in meiner ersten Amtszeit im BFFS-Vorstand besonders für bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen von gastierenden Bühnenschauspieler*innen eingesetzt. Mit dem Abschluss des NV Bühne-Tarifvertrags konnten wir einen bedeutenden Erfolg erzielen – ein echter Meilenstein für faire Bezahlung. Diese wichtige Arbeit möchte ich in einer weiteren Amtszeit gemeinsam mit meinem Team fortsetzen.
Kontakt: klara.deutschmann@bffs.de
Links: IMDB | Wikipedia
Repräsentantin „Film/Fernsehen“
Ich bin Katharina Abt, Schauspielerin, Sprecherin und BFFS-Mitglied der ersten Stunde. Gerechtigkeit in all ihren Facetten – ob Geschlecht, Herkunft, Alter, Inklusion oder faire Verteilung – liegt mir besonders am Herzen. Ich möchte aktiv Veränderungen in unserer Branche mitgestalten, soziale Absicherung stärken und gemeinsam im Team neue Impulse setzen.
Kontakt: katharina.abt@bffs.de
Links: Offizielle Homepage
Repräsentant „Sprache/Synchron“
Ich bin Dr. Till Völger, Synchronschauspieler und Urheberrechtsjurist. Im BFFS setze ich mich seit Jahren für faire Vergütung in allen Bereichen unseres Berufs ein – besonders für Synchron. Mein Ziel: starke Kollektivverträge mit Streamingdiensten & Co.
Kontakt: till.voelger@bffs.de
Links: Wikipedia
Als langjähriger Intendant des NDR (1991-2008) sowie Vorsitzender der ARD in den Jahren 1993/94 und 2003/2004 zählt Prof. Dr. Jobst Plog zu den prägenden Köpfen des Fernsehbusiness. Sein Engagement für den Kulturkanal ARTE, dessen Präsidentschaft er von 2002 bis 2004 innehatte, wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Ehrenpreis des deutsch-französischen Kulturrats (2005). „Wir schätzen uns glücklich, mit Jobst Plog einen Beirat zu berufen, der sich explizit für das fiktionale Format als Kulturgut einsetzt. Er kennt Probleme und Anliegen von Schauspieler*innen, wenn es um den Erhalt und die Durchsetzung von Qualität geht und wird uns hierbei ein wertvoller Ratgeber und Unterstützer sein“, so Michael Brandner, Schauspieler und Gründer des BFFS. Das Anliegen des BFFS, den Schauspielern in Deutschland eine starke Lobby zu geben, sieht auch Prof. Dr. Jobst Plog als dringende Aufgabe: „Schauspieler*innen sind eine bunte und zugleich heterogene Berufsgruppe. Es gibt die gut beschäftigten Stars und viel mehr von denen, die erhebliche wirtschaftliche Probleme haben, weil sie gerade nicht ausreichend beschäftigt sind“, kommentiert Plog. „Nur durch einen organisatorischen Zusammenschluss kann es gelingen, für alle mit einer starken Stimme zu sprechen, die in Politik und Gesellschaft gehört wird.“
Seit September 2014 steht auch Helmut Markwort für unseren BFFS-Beirat zur Verfügung. Der Mit-Herausgeber des Focus moderiert seit 2007 wöchentlich den Sonntags-Stammtisch im Bayerischen Fernsehen. Für sein Engagement und Mitwirken bei der Gründung und Entwicklung zahlreicher Privatradiosender wurde er 2014 mit dem Deutschen Radiopreis geehrt. Michael Brandner, Schauspieler und Gründer des BFFS: „Wir sind sehr dankbar, dass wir Helmut Markwort neben Prof. Jobst Plog für ein Engagement in unserem Beirat gewinnen konnten. Er ist ein Freund der Schauspieler*innen. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit."
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