Schauspieler FAQ

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Der BFFS arbeitet selbst mit dem Steuerberater Andreas Schmidt-Hagius in Berlin zusammen. In München können wir ebenfalls sehr PRINZSteuerberatungsgesellschaft mbH empfehlen.

Beide Steuerberater haben bereits Schauspieler als Klienten und sind mit der Materie sehr vertraut.

Wenn Sie über technisches Grundwissen verfügen, haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihrer eigenen Homepage (inkl. Ihrem Demoband!) im Internet zu präsentieren. Zusätzlich sollten Sie auch eine Casting-Datenbank nutzen. Wir empfehlen, nur in einer von ihnen mit einem kostenpflichtigen Volleintrag präsent zu sein. Darüber hinaus sollten Sie nur kostenfreie Basiseinträge wählen.

Eine Auflistung von Castingdatenbanken finden Sie hier: www.bffs.de/service/adressverzeichnis

Als Mitglied des BFFS haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sich an die Berliner Geschäftsstelle zu wenden, die von Rechtsanwalt Bernhard Störkmann geführt wird. Im Raum Köln steht Ihnen unser Rechtsanwalt Brien Dorenz zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte in jedem Fall an die Geschäftsstelle. Erstberatungen sind für Mitglieder kostenlos.
Berufsverbände arbeiten nach außen hin, um die Interessen gegenüber den Vertragspartnern (z. B. Arbeitgeber, Auftraggeber, öffentliche Hand, Gesetzgeber) und der Öffentlichkeit (Medien, Presse) allgemein durchzusetzen. Nach innen hin verstehen sich Berufsverbände als ein Forum, in dem berufsspezifische Fragen aufgeworfen, diskutiert und geklärt werden können.

Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) ist für alle Kollegen und Kolleginnen, auch für TheaterschauspielerInnen, eine wichtige Adresse. Aber auch für die Filmbranche und die Politik ist der BFFS ein seriöser Ansprechpartner geworden. Der BFFS ist der grösste Berufsverband der deutschsprachigen Filmbranche und hat inzwischen mehr als 2.800 Mitglieder, die alle professionelle Schauspieler sind. Eine Mitgliedschaft im BFFS ist ab 11.- € im Monat möglich und ermöglicht es dem Verband, seinen Einfluss in der Filmbranche, der Politik und den Medien zu vergrössern, und bietet SchauspielerInnen im allgemeinen eine wichtige Anlaufstelle (monatliche Stammtische in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München) und vieles mehr.

So banal es klingt: Das Wichtigste ist, mit gelerntem Text am Set zu erscheinen! Sie können sich auch mit Hilfe eines Coaches auf die Dreharbeiten vorbereiten. Ob ein Coach Ihnen etwas in Ihrer Arbeit bringt oder nicht, müssen Sie selbst für sich herausfinden; darauf gibt es keine Standard-Antwort. Eine Liste mit Coaches können Sie hier finden.
Ein Fotograf sollte Sie so fotografieren, dass Sie als Mensch, als Typ gut erkennbar sind. Vermeiden Sie es, Fotos in vielen verschiedenen Kostümierungen zu machen. Es kommt auf Sie als Typ an und nicht auf gespielte Fotos. Wenn Sie keinen Schauspieler-Kollegen kennen, der Ihnen einen Fotografen empfehlen kann, können Sie mit dieser Liste gut arbeiten und Fotografen kontaktieren.
Wie erstelle ich mir ein Demoband?

Es gibt im Internet viele Anbieter, die Ihnen ein Demoband erstellen. Wir möchten hier keine Empfehlungen aussprechen, verweisen jedoch auf die Google Suche. Wir zeigen Ihnen aber im Folgenden, worauf Sie bei der Demobanderstellung achten sollten.

Natürlich können Sie sich Ihr Demoband auch selbst erstellen. Apple zum Beispiel hat im iLife Paket eine sehr gute Software namens iMovie, Für Windows XP Nutzer gibt es zum Beispiel das kostenlose Windows Movie Maker. Grundsätzlich kann man sagen, dass es sich rentiert, ein paar Euro zu investieren. Immerhin geht es hier um Ihr Demoband. Sollten Sie keine Erfahrung mit Schnittprogrammen haben, raten wir Ihnen, sich nicht an Final Cut, Avid oder ähnliche professionelle Programme zu wagen, da diese äusserst komplex sind.

Worauf muss ich inhaltlich bei der Erstellung achten?

Wichtig ist die Qualität der Ausschnitte. Diese sollten von Bild und Ton so gut sein, dass sie problemlos im Fernsehen gesendet werden könnten. Caster sehen täglich viele Demobänder und häufig bleibt ein schaler Geschmack zurück, wenn das Licht zu dunkel oder der Ton zu leise ist. Beim Inhalt geht es nicht darum, Sie in fünfzig verschiedenen Kostümierungen zu zeigen (cool, nachdenklich, lustig, etc.). Zeigen Sie sich. Caster wollen Sie sehen, Ihren Typ.

Wenn Sie Szenen, z.B. aus Kurzfilmen, haben, sollten Sie diese nur dann verwenden, wenn sie gut gefilmt und auch vom Ton her gut sind. Wenn Sie kein solches Material haben, dann machen Sie am besten ein kurzes Interview und filmen dies: stellen Sie sich vor, nennen Sie Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und erzählen Sie von Ihrem Werdegang (Schauspielschule, Quereinsteiger etc.). Wir raten Ihnen dringend davon ab, bekannte Filmszenen nachzuspielen oder Theateraufführungen auf das Band zu nehmen.

Wenn Sie Szenen haben, dann achten Sie bitte auf die folgenden Punkte:

1. Dauer

Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Demoband nicht länger als drei bis vier Minuten ist. Stellen Sie sich immer vor, Sie müssten am Tag vierzig Demobänder von Ihnen wildfremden Menschen ansehen.

2. Keine aufwändigen oder animierten DVD-Menüs

Das Menü ist nur Mittel zum Zweck und kein kreativer Spielplatz. Viele Caster und Regisseure sind genervt, wenn sie erst lange warten müssen, bevor ein Menüpunkt anwählbar ist, weil eine Animation mit Ihren Bildern noch „hineinfliegt“. Im Menü sollte der komplette Film sofort abrufbar sein (ohne, dass man sich durch Unterseiten klicken muss). Darunter können dann die einzelnen Szenen eventuell einzeln anwählbar sein.

3. Keine Intros

Ein Zusammenschnitt Ihrer „Best Of“ Szenen ist hier fehl am Platz! Caster sehen sehr viele Bänder und wollen schnell und einfach vor allem eines sehen: Sie – und welchen Typ Sie verkörpern.

4. Auswahl der Szenen

Der erste Eindruck entscheidet. Nehmen Sie Ihre stärksten Szenen an den Anfang! Versuchen Sie nicht, mit den Szenen eine Geschichte zu erzählen, sondern reihen Sie einfach Szene an Szene. Den Castern und Regisseuren geht es immer noch um Sie und nicht um den Film, in dem Sie mitgespielt haben. Überlegen Sie sich auch genau, welche Szenen Sie nehmen. Sie bestimmen damit selber Ihren Typ! Wenn Sie in allen Szenen weinen, werden Sie wahrscheinlich auch in diese Richtung besetzt werden. Es geht um Sie, den Typ, den Sie von Haus aus verkörpern und das, was Sie von sich präsentieren. Begehen Sie nicht den Fehler, dass „die dann schon sehen, dass ich spielen kann und mich dann auch anders besetzen werden“.

Viele Anfänger machen auch den Fehler, hoch emotionales Material wie Schreiszenen, Zusammenbrüche etc. auf das Band nehmen zu wollen. Machen Sie das nicht. Ein Interview kann sehr aussagekräftig sein.

5. Feedback

Zeigen Sie Ihr Material anderen Menschen, am besten, bevor Sie anfangen zu schneiden und später auch die verschiedenen Schnittfassungen, die Sie erstellen. Fragen Sie sie, welche Szenen Sie verwenden sollen und welche nicht. Wenn man am Anfang des Berufes steht, fehlt einem oft die Distanz und man möchte am liebsten jeden Blick, jede Geste, die man gemacht hat, auf dem Demoband verewigen. Doch das ist nicht nur unnötig, sondern schlimmstenfalls sogar kontraproduktiv. Der Betrachter, in diesem Fall der Caster, hat ein sehr geschultes Auge und kann Sie meistens nach wenigen Sekunden einordnen und in seinem Kopf abspeichern.

Am einfachsten ist es, wenn Sie Ihr Demoband bei You Tube hochladen und es dann auf Ihrer Homepage einbinden. Hier wird Ihnen dies ausführlich in deutscher Sprache erklärt. Sie haben sogar die Möglichkeit, über You Tube Untertitel zu erstellen und diese einzublenden.

Oder Sie wenden sich dafür an einen professionellen, kostenpflichtigen Anbieter. Hier finden Sie eine Liste mit den wichtigsten Anbietern.

Bitte den jeweiligen Caster/Casterin kontaktieren und ihn/sie fragen, in welcher Form das Material benötigt wird (DVD, Internet-Link, VHS). Eine Liste der meisten Caster gibt es hier im Adressverzeichnis. Grundsätzlich gilt: einen Caster nie ohne Termin besuchen und nicht versuchen, einen Termin auszumachen, bevor er nicht das Material (Demoband, Fotos, Vita etc.) erhalten hat.

Machen Sie sich eine Excel-Liste und notieren Sie dort alle Castingbüros. Schicken Sie jedem eine E-Mail und fragen Sie ihn, in welcher Form er Ihr Material haben möchte. Wenn Sie nach zwei Wochen nichts gehört haben, haken Sie telefonisch nach. Nachdem Sie das Material verschickt haben, warten Sie nochmals rund zwei Wochen, bevor Sie telefonisch um einen Termin bitten. Wenn Sie einen Termin bekommen, versuchen Sie, eine Castingtour zu machen, indem Sie die wichtigsten Städte (Berlin, Hamburg, Köln und München) besuchen und dort die Caster treffen. Ein Treffen dauert in der Regel rund 15 Minuten. Nehmen Sie sich zwischen den einzelnen Terminen genug Zeit, damit Sie immer pünktlich sind.

Ein Caster, bzw. ein Castingbüro, wird direkt von der Filmproduktionsfirma angestellt, um für einen Film Besetzungsvorschläge zu machen. Ein Caster arbeitet grundsätzlich mit allen SchauspielerInnen zusammen und fragt diese dann direkt oder über die Agentur (Schauspieleragentur) an. Ziel der Schauspieler ist es, mit dem eigenen Material in so vielen Karteien von Castingbüros wie nur möglich zu sein. Ein Castingbüro bezahlen Sie nicht, dieses erhält das Honorar direkt von der Produktionsfirma.

Die Agentur arbeitet mit Ihnen als SchauspielerIn exklusiv zusammen. Sie können also nur von einer einzigen Agentur vertreten werden. Eine Agentur kümmert sich darum, dass Sie in den Köpfen der Caster und Casterinnen präsent sind und verhandelt, bei einer Zusage, Ihre Verträge. In der Regel erhält eine Agentur zehn Prozent Ihrer Bruttogage.

Wenn Sie gerade erst angefangen haben, als Schauspieler oder Schauspielerin zu arbeiten, ist es vor allem wichtig, bei den Castingbüros präsent zu sein. Um eine Agentur können Sie sich auch noch später kümmern. In der Regel kommen Sie ohne vorherige Engagements für eine Agentur gar nicht in Frage.

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