Satzung

§ 1 Name-Sitz-Zweck

(1) Der Name des Vereins lautet:

Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS).

(2) Der Verein hat seinen Sitz in Berlin; er ist in das Vereinsregister eingetragen.

(3) Zweck des Vereins ist:

a) Die Wahrung, Pflege und Förderung der gemeinsamen wirtschaftlichen, sozialen, beruflichen und kulturellen Interessen der in der Bundesrepublik Deutschland tätigen Schauspielerinnen/Schauspieler;

b) die Wahrnehmung der berufsrechtlichen und berufspolitischen Interessen der Schauspieler insbesondere in den Bereichen Bühne, Film, Fernsehen, Funk und Synchron;

c) die Interessenvertretung gemeinsam mit den Veranstaltern von Rundfunk und Filmwirtschaft gemeinsam mit anderen Berufs- und Interessenverbänden der Theaterschaffenden und der Filmschaffenden auf allen Gebieten der Kulturpolitik, der Film- und Fernsehpolitik sowie der Medienpolitik und deren Gesetzgebung;

d) Förderung und Wahrung der Belange von Schauspielern in den Bereichen Bühne, Film, Fernsehen, Funk und Synchron insbesondere in deren Eigenschaft als Arbeitnehmer in Deutschland und die Verfolgung der berufs- und tarifpolitischen Interessen, insbesondere durch Abschluss von Tarifverträgen, erforderlichenfalls unter Einsatz von Maßnahmen des Arbeitskampfes.
Der BFFS zahlt Unterstützung im Falle des Arbeitskampfes.
Näheres regeln die Bestimmungen des Vereins zu Arbeitskampfmaßnahmen. Der Verein versteht sich als die Spitzenorganisation der in Deutschland tätigen Schauspieler in den Bereichen Bühne, Film, Fernsehen, Funk und Synchron.

(4) Der Verein kann Mitglied anderer Organisationen werden und mit diesen zusammenarbeiten. Die Mitgliedschaft bei anderen Organisationen ist ausgeschlossen, soweit im Rahmen dieser Mitgliedschaft die Ausübung der satzungsrechtlichen Aufgaben des Verbandes ganz oder teilweise der beizutretenden Organisation übertragen werden muss. Der Verein ist zur Wahrung seiner vereinsrechtlichen Zwecke berechtigt, Gesellschaften zu gründen oder sich an solchen zu beteiligen.

(5) Die Vertretung von Sonderinteressen einzelner Mitglieder ist ausgeschlossen.

(6) Der Verband wird als Verein von Leistungsschutzberechtigten ermächtigt, gemeinsame Vergütungsregeln mit Vereinigungen von Werknutzern oder einzelnen Werknutzern gemäß §§ 79 Abs. 2 S. 2, 36 UrhG aufzustellen.

§ 2 Mitgliedschaft

(1) Mitglieder können sein:

a) jeder/jede in der Bundesrepublik Deutschland tätige Schauspielerin/Schauspieler insbesondere aus den Bereichen Bühne, Film, Fernsehen, Funk und Synchron sowie jeder, der sich in einer Ausbildung oder Studium zum Schauspieler befindet.

b) Organisationen, Vereinigungen sowie Gesellschaften, die bereit sind, die Erreichung des Vereinszwecks zu unterstützen.

(2) Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen.

(3) Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

(4) Die Mitgliedschaft endet:

a) Durch eine schriftliche Austrittserklärung des Mitglieds gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum jeweiligen Jahresende;

b) Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Mitglieds;

c) Durch den Ausschluss eines Mitglieds. Dieser erfolgt, wenn für ein Mitglied die Voraussetzungen für die Aufnahme nicht mehr gegeben sind, wenn es den Interessen und dem Ansehen des Vereins zuwiderhandelt oder wenn es den Mitgliedsbeitrag nach zweimaliger schriftlicher Aufforderung nicht zahlt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.

(5) Auf Vorschlag des Vorstands kann durch die Mitgliederversammlung eine Ehrenmitgliedschaft verliehen werden. Die Ehrenmitglieder haben alle Rechte der ordentlichen Mitglieder, ein Vereinsbeitrag wird von ihnen nicht erhoben.

(6) Soweit Personen sich in der Ausbildung zum Schauspieler befinden, haben sie die Möglichkeit, eine Juniormitgliedschaft zu erhalten. Im Rahmen der Juniormitgliedschaft besteht ein ermäßigter Mitgliedsbeitrag. Über die Höhe entscheidet der Vorstand.

(7) Der Verband kann Fördermitgliedschaften verleihen. Fördermitglieder können juristische und natürliche Personen sein. Fördermitglieder sind in der Mitgliederversammlung nicht stimmberechtigt.

§ 3 Beiträge

Die Mitglieder sind verpflichtet, Mitgliedsbeiträge zu zahlen, deren Höhe und Fälligkeit der Vorstand festlegt.

§ 4 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 5 Organe

(1) Organe des BFFS e.V. sind:

a) die Mitgliederversammlung;

b) der Vorstand.

(2) Der Vorstand kann einen Beirat bestellen. Der Beirat kann bis zu drei Mitglieder haben.

§ 6 Mitgliederversammlung

(1) Der Mitgliederversammlung obliegt:

a) die Wahl der Vorstandsmitglieder;

b) Entgegennahme des Berichts des Vorstands über die Vereinstätigkeit;

c) Entlastung des Vorstands;

d) Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

(2) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied Sitz und Stimme. Das Stimmrecht für ein Mitglied nach § 2 Abs. 1 Buchstabe b) wird durch den/die gesetzlichen Vertreter oder durch einen durch schriftliche Vollmacht ausgewiesenen Bevollmächtigten ausgeübt. Eine Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied durch schriftliche Vollmacht ist zulässig. Kein Mitglied kann mehr als drei Stimmen auf sich vereinigen.

(3) Die ordentliche Mitgliederversammlung findet alljährlich binnen sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres statt. Der Ort der Mitgliederversammlungen wird durch den Vorstand bestimmt.

(4) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind durch den Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins dieses erfordert oder wenn ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder das durch schriftlichen Antrag an den Vorstand verlangt.

(5) Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand schriftlich mit einer Frist von vier Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuberufen. Für außerordentliche Mitgliederversammlungen wird diese Frist auf zwei Wochen verkürzt. Die Tagesordnung kann im Verlauf der Sitzung durch Mehrheitsbeschluss ergänzt werden. Der Vorstand ist weiterhin befugt, abweichend von Satz 1 Ladungen an Mitglieder per E-Mail oder per Fax zu versenden. Die Fristen zur Einberufung der ordentlichen bzw. außerordentlichen Mitgliederversammlung sind hierbei einzuhalten.

(6) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vereins, im Falle seiner Verhinderung von einem stellvertretenden Vorsitzenden, geleitet.

(7) Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist. Stimmenthaltungen gelten nicht als abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist die Abstimmung zu wiederholen. Bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden des Vereins.

(8) Änderungen der Satzung durch die Mitgliederversammlung bedürfen der Mehrheit von ¾ der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Änderung von § 1 Abs. 4 durch die Mitgliederversammlung bedarf eines einstimmigen Beschlusses. Satzungsänderungen sind nur gültig, wenn sie mit der Einladung auf der Tagesordnung bekannt gegeben wurden.

(9) Über jede Mitgliederversammlung ist ein Ergebnisprotokoll zu fertigen, das von den Versammlungsleitern zu unterzeichnen ist.

(10) Außerhalb des von Abs. 1 aufgeführten Aufgabenbereichs der Mitgliederversammlung kann der Vorstand beschließen, Entscheidungen der Mitgliederversammlungen einzuholen. In diesem Fall können Abstimmungen der Mitgliederversammlungen durch E-Mail im schriftlichen Verfahren oder per Fax erfolgen. Der Vorstand hat den Beschluss über die Abstimmung den Mitgliedern mindestens vier Wochen vor Durchführung einer solchen Abstimmung per E-Mail schriftlich oder per Fax mitzuteilen. In der Mitteilung ist der Gegenstand der Abstimmung sowie der Zeitraum, in dem Stimmen per E-Mail oder schriftlich per Fax abgegeben werden können, genau darzulegen. Der Zeitraum, in dem eine Stimmabgabe per E-Mail oder Fax oder schriftlich erfolgen kann, muss mindestens vier Wochen betragen. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

§ 7 Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus

a) dem Vorsitzenden,

b) zwei stellvertretenden Vorsitzenden,

c) dem Schatzmeister,

d) bis zu drei Beisitzern, wobei die Bestellung eines Beisitzers nicht zwingend erfolgen muss.

Der Vorstand wird für die Dauer von vier Jahren gewählt und bleibt solange im Amt, bis die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt hat. Die Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus oder hat die Mitgliederversammlung nicht bis zu drei Beisitzer bestellt, so ist der Vorstand berechtigt, sich durch Zuwahl selbst zu ergänzen, und zwar für die restliche Amtsdauer der übrigen Vorstandsmitglieder. Jede Zuwahl unterliegt der Bestätigung durch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung.

(2) Der Vorstand ist bei Anwesenheit der Mehrheit seiner Mitglieder beschlussfähig. Der Vorstand kann Beschlüsse auch schriftlich im Umlaufverfahren, per E-Mail oder per Telefon oder per Fax treffen. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen entscheidet. Stimmenthaltungen gelten nicht als abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit in Vorstandssitzungen entscheidet die Stimme des jeweiligen Sitzungsvorsitzenden, in allen anderen Abstimmungsfällen die Stimme des Vorstandsvorsitzenden.

(3) Die Sitzungen des Vorstandes werden vom Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung von einem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Über alle Sitzungen des Vorstandes ist durch den Sitzungsvorsitzenden eine Niederschrift anzufertigen und von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.

(4) Der Vorstand kann zur Führung der laufenden Geschäfte und zur Wahrung der Interessen des Vereins einen Geschäftsführer bestellen.

(5) Der Vorstand leitet die gesamte Tätigkeit des Vereins. Er besitzt alle Befugnisse, soweit diese nicht durch Gesetz oder Satzung anderen Organen übertragen sind, und bildet den Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

Für die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins genügt die Mitwirkung von zwei Vorstandsmitgliedern, von denen eines der Vorsitzende oder ein stellvertretender Vorsitzender sein muss.

Der Vorstand ist auch zuständig, etwaige Satzungsänderungen zu beschließen. Dies gilt nicht für folgende Satzungsänderungen:

  • Satzungsänderungen, die den Vereinszweck § 1 betreffen,
  • Satzungsänderungen, die den Vorstand § 7 betreffen sowie
  • Satzungsänderungen, die die Auflösung des Vereins § 8 betreffen.

(6) Der Vorstand hat bei der Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben nur für diejenige Sorgfalt einzustehen, welche er in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegt.

§ 8 Auflösung des Vereins

(1) Über die Auflösung des Vereins beschließt die Mitgliederversammlung. Die Auflösung gilt als beschlossen, wenn mindestens die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder persönlich anwesend sind oder, sofern es um Mitglieder nach § 2 Abs. 1 Buchstabe b) handelt, ordnungsgemäß vertreten ist und eine Mehrheit von mindestens ¾ der abgegebenen gültigen Stimmen für die Auflösung gestimmt hat.

(2) Bei Auflösung des Vereins ist das Vereinsvermögen nach Deckung der Verbindlichkeiten für die Erfüllung sozialer Verpflichtungen zu verwenden, die der Verein gegebenenfalls gegenüber Mitarbeitern eingegangen ist. Das restliche Vermögen ist einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen, der von den Mitgliedern auf Vorschlag des Vorstandes zu bestimmen ist.

Die vorstehende Satzungsausfertigung gibt den Stand der Satzungsbestimmungen des Bundesverbands Schauspiel e.V. auf der Grundlage der Beschlussfassung der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 11.05.2014 wieder.

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