Die Akademie für Fernsehen – Stand der Dinge

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Die Akademie für Fernsehen ist ein schwieriges Konstrukt. Hier sollen Fernsehschaffende aller Sparten eine Lobby bilden, deren politische Stimme endlich gross und differenziert genug ist, um sich Gehör zu verschaffen. Das Medium Fernsehen ist zweifelsfrei das grösste seiner Art in Europa und trotzdem war die Möglichkeit, seine kreativen Kräfte zu bündeln, um Arbeits- Sozial- und Urheberrecht auf Stand zu bringen bisher nicht einmal absehbar.

Der Austausch über Berufsverbände und Gewerke hinweg, soll mit der Akademie in Foren, Publikationen und einem gemeinsamen „Preis der Akademie“ ein Bewusstsein für den realen Stellenwert des Mediums Fernsehen bilden. Es ist beabsichtigt, eine Brücke in die Anstalten hinein zu schlagen, um den vernachlässigten Dialog zwischen Angestellten und freien Mitarbeitern zu fördern. Hier liegt ein grosses Problem, die gegenseitige Wiederbelebung der Wertschätzung.

Im Herbst fand das erste Symposium aller Sektionen in Köln statt. Ein Tag, gefüllt mit interessanten, kurzweiligen Runden, bei denen klar wurde, das hat gefehlt bisher! Das fanden auch die Stifter des Fernsehpreises einhellig. Das Gespräch über die Arbeit, der Einblick in kreative Vorgänge bevor man zur Verleihung schreitet, erzeugt einen Geist, der durchaus als familiär bezeichnet werden kann.

Für 2014 sind Gespräche mit den Stiftern über den Fernsehpreis 2014 und die bis dahin mögliche Zusammenarbeit geplant. Der Vertrag zwischen ARD, ZDF, RTL, und PRO7- SAT1 läuft aus und wir sind gespannt, wie es weitergeht. Auch die Frage, ob es eine NRW-Beteiligung gibt, steht noch aus.

Die Website wird gerade massiv verändert und bedienungsfreundlicher und die Wahlvorgänge und das Streaming werden optimiert. Für unsere verstreute Klientel ist das Internet die beste aller Kommunikationsebenen.

Die Akademie wächst und mit ihr die Akzeptanz. In diesen Tagen der Konfrontation mit einer von Interessenvertretungen geprägten Politik ist eine konstruktive Lobby nicht mehr zu ignorieren!

Also tretet ein und macht Eure Sektion interessant für die Öffentlichkeit. Wir sind gespannt auf Eure Anregungen und Publikationen, die dem Aussenstehenden den Beruf des Schauspielers nahebringt und Kollegen die Möglichkeiten einer Weiterbildung durch Zusammenschluss und Eigeninitiative aufzeigt.

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Über Michael Brandner

Michael Brandner
Michael Brandner wurde 1951 in Augsburg geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Der gelernte Schreiner und Innenarchitekt stand unter der Bochumer Intendanz von Peter Zadek das erste Mal auf der Bühne. Nach der Bildung des freien Theaters „Fletch Bizzel“ wurde Michael Brandner Ensemblemitglied am Stadttheater Dortmund unter der Leitung von Guido Huonder. Mit der Ruhrpottsaga „Rote Erde“ hatte er dann seinen entscheidenden Durchbruch als Fernsehdarsteller.

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