2. Januar – Klares Wählervotum für neues BFFS-Vorstandsteam

Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) hat seine Satzung geändert. Erstmals durften die Mitglieder des BFFS ihren Vorstand direkt wählen.

Berlin, 2. Januar 2019 – Der Bundesverband Schauspiel (BFFS) hat mit 89,13 Prozent der abgegebenen Mitgliederstimmen ein neues Vorstandsteam gewählt. Es wird die Berufsgewerkschaft für Schauspielerinnen und Schauspieler die nächsten vier Jahre leiten.

Das Amt der ersten Vorsitzenden übernimmt ab sofort Leslie Malton. Sie folgt auf Verbandsgründer Michael Brandner, der nicht mehr kandidierte. Ihre stellvertretenden Vorsitzenden sind Hans-Werner Meyer, der dieses Amt bereits zuvor innehatte, und Simone Wagner, die als bisherige Beisitzerin in den Vorsitz des Vorstandes einrückt. Heinrich Schafmeister bleibt Schatzmeister. Ebenfalls neu im Vorstand ist Klara Deutschmann, die im BFFS den Bereich „Bühne“ repräsentieren wird. Der bisherige zweite stellvertretende Vorsitzende Antoine Monot, Jr. vertritt ab sofort die Sparte „Film/Fernsehen“. Till Völger, der zuvor als Vorstandsvorsitzender den mit dem BFFS verschmolzenen InteressenVerband Synchronschauspieler (IVS) leitete und erst im Oktober letzten Jahres ins jetzt abgelöste BFFS-Vorstandsteam nachgerückt war, wird im neuen Vorstand den Bereich „Sprache/Synchron“ repräsentieren.

Neue Regeln bei der Vorstandswahl

Erstmals nach Verabschiedung einer gründlichen Überarbeitung der Satzung wurde der Vorstand nach neuen Regeln gewählt. Die Mitgliedschaft gliedert sich nun in die drei Schwerpunktfelder schauspielerischen Schaffens: „Bühne“, „Film/Fernsehen“ und „Sprache/Synchron“. Diese Gruppen werden im Vorstand von jeweils einer Person repräsentiert und genießen durch spezielle Stimmwertungen sowohl im Vorstand wie in der Mitgliedschaft jeweils einen Minderheitenschutz. Die Zahl der Vorstandsmitglieder, die zuvor zwischen vier und sieben schwanken konnte, wurde auf sieben festgeschrieben. Um mit der für eine Gewerkschaft nötigen Geschlossenheit und Durchsetzungskraft nach außen auftreten zu können, aber auch um eine ausgeglichene Geschlechterbalance zu garantieren, dürfen für den Vorstand nur Teams antreten, die sich bewusst füreinander entschieden haben und die Geschlechterquote von drei zu vier einhalten. Diese Teams müssen alle erforderlichen Ämter im Vorstand belegen können. Sie stellen sich dann nicht wie zuvor auf einer Mitgliederversammlung, sondern im Listenwahlverfahren allen Mitgliedern des BFFS, die online oder per Briefwahl abstimmen können. Auch diese Satzungsreform soll den Rückhalt des ehrenamtlich agierenden Vorstandes stärken.

Diese umfangreichen Satzungsänderungen sind im Verband über ein Jahr lang entwickelt, diskutiert und im Mai letzten Jahres endgültig verabschiedet worden. Sie bildeten für die Mitglieder des IVS die notwendige Voraussetzung zur Zustimmung für die inzwischen vollzogene Verschmelzung mit dem zahlenmäßig weitaus größeren BFFS.

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Rückenwind für Erneuerung

In der heißen Vorstandswahlphase bekundeten 46 Mitglieder des BFFS mit einem Offenen Brief, das einzig kandidierende Team zwar nicht abzulehnen, aber dennoch für Nein-Stimmen zu werben, um die von der Mitgliederversammlung des BFFS in Kraft gesetzte Satzungsreform wieder rückgängig zu machen. „Insofern wurde mit diesem klaren Wählervotum nicht nur unserem neuen BFFS-Vorstandsteam das nötige Vertrauen ausgesprochen, sondern von einer breiten Mitgliederbasis noch einmal die bereits beschlossenen Satzungsänderungen und der vollzogene Zusammenschluss mit dem IVS ausdrücklich bestätigt“, freut sich die neue Vorsitzende Leslie Malton und ergänzt: „Wir können jetzt nach vorne schauen, wir danken für das entgegengebrachte Vertrauen, danken der Wahlleitung für ihre hervorragende Arbeit. Und natürlich nehmen wir die Wahl an!“


Über den Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS):
BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS als Verband und Gewerkschaft mit seinen über 3.300 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen die größte nationale Schauspielerorganisation und die mitgliederstärkste Berufsvertretung der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft.

Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

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