ABSCHIED VON THOMAS SCHMUCKERT – BEGRÜßUNG VON SIMONE WAGNER

Unser sehr geschätztes Vorstandsmitglied Thomas Schmuckert hat sich entschlossen, seinen Vorstandsposten beim Bundesverband Schauspiel e.V., BFFS zum 9. Oktober 2016 niederzulegen. Er tut dies schweren Herzens, hat sich aber nach langer und reiflicher Überlegung entschieden, sich zukünftig neuen, künstlerischen Herausforderungen zu stellen.

Thomas Schmuckert ist Vorstandsmitglied der ersten Stunde. Seit fast 10 Jahren prägt er das Gesicht des BFFS entscheidend mit. Er hat den Verband mit aufgebaut, im Urheberrecht und beim Thema Verwertungsgesellschaften entscheidende Akzente gesetzt und bei sämtlichen für den Verband relevanten politischen Themen seinen fundierten und kompetenten Beitrag geleistet. Seine kämpferische Leidenschaft, seine Integrität und Sachverstand haben entscheidend dazu beigetragen, den inzwischen über 2900 Mitglieder zählenden Verband zu dem zu machen, was er ist. Wenn der BFFS jetzt beim Thema Urheberrecht eine sehr respektierte Stimme hat, wenn der Deutsche Schauspielerpreis zu einer in der Branche besonders geliebten Auszeichnung geworden ist, dann ist das hauptsächlich sein Verdienst. Seine Entscheidung ist natürlich zu respektieren, aber sein Ausscheiden ist schmerzhaft.

Mag sein, dass jeder ersetzbar ist, aber eine derart lange und enge Zusammenarbeit beenden zu müssen ist nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional eine Herausforderung. Wenn man einen solchen Verband zusammen aufgebaut, alle Höhen und Tiefen zusammen durchlebt, sich in den damit verbundenen Auseinandersetzungen nicht geschont und zugleich den gegenseitigen Respekt immer behalten hat, wenn man zusammen erleben durfte, dass es möglich ist, die Wertschätzung für unseren Beruf, unsere Arbeitsbedingungen und das Klima innerhalb der Kollegenschaft tatsächlich ein Stück weit mit beeinflussen zu können, dann fällt es sehr schwer, die angemessenen Worte für die Beendigung einer solchen Zusammenarbeit zu finden.

Thomas Schmuckert © Katja Kuhl; Simone Wagner © Bernd Hofmann

Es ist gleichwohl ein Symptom für einen lebendigen und funktionierenden Verband, wenn seine Mitglieder sich derart engagieren, wie wir es bei der Organisation der Stammtische und jedes Jahr beim Schauspielerpreis erleben dürfen. Und so schwer es uns fällt, Thomas gehen zu lassen, so leicht fiel es uns daher, den frei werdenden Posten mit Simone Wagner besetzen zu können. Simone Wagner arbeitet neben ihrer Schauspielertätigkeit als Dozentin und Redakteurin, ist verheiratet und hat eine Tochter.

Wir freuen uns sehr auf Simone Wagner und sind stolz darauf, in unserer engagierten und aktiven Mitgliedschaft eine so große Auswahl an potentiellen Mitgestaltern zu haben. Simone hat nicht nur die komplexe Organisation des von ihr selbst ins Leben gerufenen Frankfurter Stammtisches aus eigenem Antrieb und weitgehend in Eigenregie übernommen, noch dazu in einer eher schauspielerarmen Region, sondern auch mit ihren kontinuierlichen Beiträgen für das BFFS-Magazin, ihr sonstiges großes Engagement für BFFS-Angelegenheiten und die Gründung einer eigenen Produktionsfirma bewiesen, dass sie die nötigen Eigenschaften für ein solches Ehrenamt besitzt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Thomas Schmuckert für seinen unschätzbaren Beitrag dafür, dass der BFFS inzwischen zu einem Synonym für den Erfolg geworden ist, den man haben kann, wenn man zusammenhält und sich nicht von Vorurteilen beeindrucken lässt, die andere über einen haben, zu einem Synonym für das Trotzdem, das tatsächlich Neues entstehen lässt.

Und wir begrüßen Simone Wagner im Vorstand und wünschen ihr alles Gute und Ihre Unterstützung dafür. Herzlich Willkommen!

Über Hans-Werner Meyer

Hans-Werner Meyer wuchs in Norderstedt auf, einer großen Kleinstadt vor den Toren Hamburg. Und wenn es stimmt, dass jeder Künstlerexistenz ein Trauma zugrundeliegt, dann ist es hier zu suchen. Der Sohn eines Landschaftsarchitekten und einer Fremdsprachenkorrespondentin sah überall Grenzen: Jägerzäune um Grundstücke und in Köpfen und wählte zunächst den naheliegensten Weg, dagegen zu rebellieren, indem er sich mit den Halbstarken der Gegend herumtrieb.

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