Echte Fründe ston zesamme

Kurzbericht zu den Ergebnissen der BFFS-Mitgliederversammlung

Was auch immer über unsere denkwürdige Mitgliederversammlung am 9. Oktober in Köln nach draußen getragen wird, nein, so war es nicht – es war extremer!

Darum wollen wir uns an dieser Stelle auf die Wiedergabe der wichtigsten Entscheidungen beschränken:

  • Der Vorstand wurde für das Geschäftsjahr 2015 ohne Gegenstimmen nur mit 4 Enthaltungen entlastet.
  • Der Antrag zu den geplanten Satzungsänderungen wurde vom Vorstand zurückgezogen, weil schon im Vorfeld zur Mitgliederversammlung von Stammtischpaten signalisiert wurde, dass zum vorgesehenen Instrument, bei wichtigen Entscheidungen alle Mitglieder wählen zu lassen, noch ein großer Diskussionsbedarf besteht. Diese Diskussion wurde bei der Mitgliederversammlung eröffnet, leidenschaftlich geführt, aber nicht abgeschlossen.
  • Immerhin, die Neufassungen des Vereinszwecks und die geschlechtergerechten Satzungsformulierungen fanden – das zeigte ein Meinungsbild – in der Mitgliedschaft eine sehr deutliche Zustimmung. Gegen die Neuformulierung des Vereinszwecks votierten nur 12 Mitglieder bei 3 Enthaltungen und gegen die geschlechtergerechten Satzungsformulierungen nur 2 Mitglieder bei 1 Enthaltung.
  • Nach dem Vorstellungsgespräch der vom Vorstand für die freigewordenen Beisitzerposten nachberufenen beiden Frauen wurden Simone Wagner mit 210 Ja- gegen 14 Neinstimmen bei 4 Enthaltungen und Bettina Zimmermann mit 223 Ja- gegen 4 Neinstimmen bei 1 Enthaltung bestätigt.
  • Der Vorstand wurde mit 268 Ja- gegen 15 Neinstimmen bei 7 Enthaltungen ermächtigt, eine Sonderumlage zu erheben. Sie dient dazu, zu den Kosten des letzten Schauspielerpreises der DSP Veranstaltungs GmbH einen notwendig gewordenen Finanzierungsbeitrag zu leisten und die Gesellschaft anschließend aufzulösen. Sie wird wegen des veränderten Geschäftsmodells für die zukünftigen Schauspielpreisveranstaltungen nicht mehr benötigt.
  • Der Vorstand bat anschließend um ein Meinungsbild, wie die Last der Sonderumlage auf die Mitglieder verteilt werden sollte: a) jedes Mitglied den gleichen Anteil oder b) entsprechend der Mitgliedsbeitragsstufen gestaffelt. Eine große Mehrheit favorisierte die Variante b).
  • Anlässlich aber unabhängig von der Diskussion über die Sonderumlage kam aus der Mitgliederversammlung der Vorschlag, die Beitragssätze, die seit Gründung vor 10 Jahren unverändert geblieben sind, endlich zu erhöhen, um für die gestiegenen Herausforderungen unserer Gewerkschaft gewappnet zu sein. Auch dazu wurde ein Meinungsbild abgefragt, um dem Vorstand eine Empfehlung mit auf den Weg zu geben. Eine große Mehrheit der Anwesenden schloss sich dem Vorschlag zu Beitragserhöhungen an.
  • Der Antrag, den Deutschen Schauspielerpreis als Vereinszweck in die Satzung hinzuzufügen, wurde vom Antragssteller zurückgezogen.
Lesenswert:   Mitgliederversammlung 2014

Ob „Echte Fründe ston zesamme“ auch für den Bundesverband Schauspiel gilt, konnte unsere Mitgliederversammlung nicht beantworten, das wird die Zukunft zeigen. Aber eines haben wir erlebt: Seit diesem Nachmittag steht Köln nicht nur für Karneval, sondern auch für große Emotionen unter Schauspielerinnen und Schauspielern. Köln war ein kräftiger Tusch in der 10-jährigen Geschichte des Bundesverbands Schauspiel. Dafür dankt der Vorstand den anwesenden Kolleginnen und Kollegen.

Ein ganz besonderes Lob verdienen die Kölner Stammtischpaten. Sie haben die komplette Organisation der Mitgliederversammlung und des anschließenden Schauspielfestes vorbereitet und begleitet: Auch aus diesem Grund waren erheblich mehr Mitglieder gekommen als in den früheren Jahren.

Ein großes Kompliment und ein ganz herzliches Dankeschön, liebe Kölner!

Über Heinrich Schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

Siehe auch

001 – Schauspiel-Helden – Die Pensionskasse Rundfunk

001: Herzlich Willkommen in der 2. Ausgabe unseres Podcasts der Schauspiel-Helden. In dieser Ausgabe widmen …

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