Auf einer (Web-)Seite

Auf einer (Web-)Seite

Als Ausdruck der engen Zusammenarbeit mit unserer Pensionskasse Rundfunk haben wir ab jetzt auf unserer BFFS-Homepage einen eigenen Menüpunkt „Pensionskasse Rundfunk“. Dort werden künftig Informationen und Neuigkeiten rund um unsere betriebliche Altersvorsorge platziert. Diese Beiträge werden künftig sowohl von der Pensionskasse Rundfunk als auch von uns geschrieben.

Zwischen unserer Pensionskasse Rundfunk und dem Bundesverband Schauspiel hat sich in den letzten fünf Jahren eine enge Zusammenarbeit entwickelt. Dabei hatten wir zu unserer Gründungszeit im Jahr 2006 noch ein – sagen wir – durchwachsenes Verhältnis zur Pensionskasse Rundfunk.

Schon damals war für unsere Schauspielzunft das Modell der Pensionskasse Rundfunk mehr als lohnend, wurde es doch passgenau für unser wechselhaftes Erwerbsleben konzipiert. Denn immer dann und zwar nur dann, wenn wir bei ARD- oder ZDF-Fernseh- oder Hörfunkproduktionen mitspielen, fließen 4 % oder wahlweise 7 % von unserer Bruttogage plus 4 % von Seite der öffentlich-rechtlichen Sender in die Pensionskasse Rundfunk zugunsten unserer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Es gibt weder – wie in der gesetzlichen Sozialversicherung – Beitragsbemessungsgrenzen, die eine ordentliche Kapitalbildung verhindern würden, noch eine durchgehende Beitragspflicht, die uns in erwerblosen Zeiten überfordern würde. Mit anderen Worten, wenn wir verdienen, können wir die Beitragsabzüge gut verschmerzen, wenn nicht, müssen wir auch nichts einzahlen.

Allerdings machten viele von uns die Erfahrung, dass die Produktionsfirmen öfter die Beitragszahlungen verweigerten, entweder weil sie keine Pensionskasse-Rundfunk-Mitglieder waren oder weil sie fürchteten, dass ihre Arbeitgeberanteile nicht von ARD oder ZDF erstattet bzw. das Herstellungsbudget schmälern würden. Wir waren die Opfer dieser damaligen Beitragsverweigerung und wenn wir uns deswegen damals hilfesuchend an die Pensionskasse Rundfunk wandten, wurden wir an die Produktionsfirmen zurück verwiesen. Aber wer von uns wollte sich schon mit seinem Produzenten anlegen? Oder gar mit dem Sender? Also gaben wir klein bei, schauten in die Röhre und verloren die Lust, anderen Kolleginnen und Kollegen die Mitgliedschaft in der Pensionskasse Rundfunk ans Herz zu legen.

Aber diese Situation hat sich in den letzten fünf Jahren rasant gewandelt. Denn seit 2012 haben BFFSler sich in die Gremien der Pensionskasse Rundfunk wählen lassen und viele Erfolge erzielen können:

  • Die Aufnahmebedingungen zur Pensionskasse Rundfunk sind für unsereins wesentlich vereinfacht worden, nun können alle von uns, die volljährig sind und Aussichten haben, für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten zu drehen oder zu sprechen, ohne weiteres Mitglied werden und von der betrieblichen Altersvorsorge der Pensionskasse Rundfunk profitieren;
  • die DEGETO, der größte ARD-Auftragnehmer, ist der Pensionskasse Rundfunk beigetreten und damit beitragspflichtig geworden;
  • der Bundesverband Schauspiel hat bei etlichen beitragssäumigen Produktionen die Sender und Filmfirmen dazu gebracht, die Pensionskassenbeiträge nachzuzahlen;
  • der Bundesverband Schauspiel hat mit ARD, ZDF, Produzentenallianz den „Limburger Lösung“-Vertrag geschlossen, der seit November 2016 wirklich garantiert, dass bei allen ARD- bzw. ZDF-Fernsehproduktionen immer Beiträge gezahlt und von den Sendern auf Nachweis erstattet (also nicht in das Herstellungsbudget eingerechnet) werden, selbst wenn die Produktionsfirmen nicht Mitglied in der Pensionskasse Rundfunk sein sollten, nun besteht für keine Fima mehr ein Grund, Beiträge zu verweigern;
  • wir, die Fernseh- und Hörfunkschaffenden, die für Produktionsunternehmen, also nur indirekt für ARD bzw. ZDF arbeiten, können endlich direkt unsere eigenen Vertreter in die Pensionskasse Rundfunk wählen;
  • gerade Schauspielerinnen und Schauspieler sind der Pensionskasse Rundfunk massiv beigetreten.
Lesenswert:   Stammtischzusammenfassung 08. Juni 2009

Der Bundesverband Schauspiel und die Pensionskasse Rundfunk verfolgen auch weiterhin das gemeinsame Ziel, das eigentliche Standbein unserer Altersversorgung, die betriebliche Altersvorsorge über die Pensionskasse Rundfunk, zu stärken.

Wenn unsere Pensionskasse Rundfunk und unser BFFS auf der gleichen Seite stehen, warum dann nicht auf einer Web-Seite? – Voilá!

Über antoine.monot

antoine.monot
Der Sohn eines Komponisten und Dirigenten und einer Schauspielerin wächst in Loheland bei Fulda in Hessen und in der Schweiz in Zürich auf und studiert Regie an der Zürcher Hochschule der Künste, anschließend spielt er bis 1996 Theater, unter anderem am Schauspielhaus Zürich und Theater am Neumarkt Zürich. 1998 wird er als Walter in Sebastian Schippers ABSOLUTE GIGANTEN bekannt und spielt seitdem Rollen in über 80 Kino- und Fernsehproduktionen.

Über heinrich.schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

Siehe auch

Doch, wir haben die Wahl

„Wir haben ja keine richtige Wahl“, lästern viele, vor allem Nichtwähler, „die Parteien unterscheiden sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.