Wiederwahl unserer GVL-Vertreter

Am 5. Mai findet ab 8:30 morgens im InterContinental Berlin, Budapester Straße 2 in 10787 Berlin, zunächst die Akkreditierung, dann ab 11:00 die eigentliche GVL-Berechtigtenversammlung und als wichtigster Tagesordnungspunkt die Wahl der GVL-Delegierten statt.

Till Völger und Thomas Schmuckert

Zusammen mit dem IVS bittet der BFFS alle GVL-berechtigten Schauspielerinnen und Schauspieler unsere bisherigen Beiratsvertreter als Delegierte wiederzuwählen:

Till Völger für die Gruppe Synchronschauspieler und künstlerisch Vortragende und

Thomas Schmuckert für die Gruppe Schauspieler.

Wir Schauspielerinnen und Schauspieler (inklusive der im Synchronbereich Tätigen) machen nur ca. ein Zehntel aller GVL-Berechtigten aus. Die Interessenlage anderer, weit größerer Berufsgruppen ist natürlich mit unserer in manchen Details, z. B in Verteilungsfragen, nicht deckungsgleich. Umso beeindruckender ist, was in den letzten Jahren unsere beiden Vertreter dank ihrer Kompetenz, Beharrlichkeit sowie Überzeugungskraft und im Zusammenspiel mit den anderen Vertretern für alle GVL-Berechtigte, aber gerade auch für unsere Berufsgruppe erreicht haben.

  • So wurden etwa bei der für die Verteilung ausschlaggebenden Wahl der auszuwertenden Sender einheitliche und damit wesentlich gerechtere Standards eingeführt. Jetzt ist für einen Sender nur die Überschreitung einer Marktanteilschwelle von 0,8% entscheidend und nicht mehr wie früher die wenig aussagekräftige (Funkturm-)Reichweite.
  • Bei der Verteilung wurde das Ausschüttungsverhältnis zwischen Künstler- und Tonträgerherstelleranteil massiv zugunsten für uns Künstlerinnen und Künstler verschoben.
  • Die österreichische Schwestergesellschaft der GVL, die VdFS, die früher schlichtweg gar nichts im Synchronbereich gezahlt hatte, nimmt nun endlich auch Synchronschauspielerinnen und -schauspieler auf. Und weil für uns die VdFS-Vergütungen über die GVL ausgeschüttet werden, müssen wir uns nicht gesondert an die VdFS wenden.

… Und so weiter – um nur einige Punkte herauszugreifen.

Entsprechend des neuen Gesellschaftsvertrags und des neuen Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) wird der GVL-Beirat durch Delegierte innerhalb der neu zu formierenden Gesellschafter- und Delegiertenversammlung abgelöst. Aber ob nun als Beiräte oder Delegierte – wir werden auch in Zukunft auf den Einsatz und die Argumentationskraft unserer beiden Vertreter angewiesen sein. Schließlich müssen einige Aufgaben angepackt und so manche Probleme beseitigt werden:

  • Die Artsys-Datenbank bedarf dringend weiterer Pflege – das System ist teilweise nicht wirklich transparent und beinhaltet weiterhin Fehler, die es uns drastisch erschwert, unsere Meldungen abzugeben. Das darf nicht sein!
  • Unbefriedigend ist auch die Kommunikation mit den ausländischen Schwestergesellschaften: Sendedaten werden nicht bereitgestellt, so dass diejenigen von uns, deren Projekte bspw. nur in Österreich gesendet wurden, sie in der Artsys-Datenbank nicht finden werden.
  • Eine „Vita“-Funktion wurde schon lange geplant und angesagt – umgesetzt wurde sie noch nicht. Das gilt es dringend nachzuholen! Mit der „Vita“-Funktion könnten wir unsere Leistungen eintragen, auch wenn sie noch nicht gesendet wurden und die Sendedaten noch nicht vorliegen.
  • Sowieso sind wir Schauspielerinnen und Schauspieler daran interessiert, langfristig von der Last der mühseligen und komplizierten Meldungen befreit zu werden. Unsere Produktions- und Sendedaten müssten automatisch zusammengeführt werden – ohne unser Zutun.
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Dieses Ziel ist wie die anderen Ziele nur durchsetzbar, wenn die Stimme der Schauspielerinnen und Schauspieler außer- und innerhalb der GVL – trotz der vom Gesetz initiierten neuen Gesellschafter-Delegierten-Struktur – auch weiterhin deutlich Gehör findet.

Denn in Zukunft besteht das höchste GVL-Organ quasi aus vier Personenkreisen, die jeweils 1.200 Stimmen haben: Der Gesellschafterkreis der Künstlerverbände, der Kreis der 12 Künstlerdelegierten (100 Stimmen pro Delegierten), der Gesellschafterkreis der Herstellerverbände und der Kreis der 10 Herstellerdelegierten. Für einen Beschluss müssen demnächst sowohl mindestens 60% der Künstlerseite (Gesellschafter und Delegierte der Künstler) als auch 60% der Herstellerseite (Gesellschafter und Delegierte der Hersteller) zustimmen. Das wären jeweils für Künstler- wie für Herstellerseite 1.440 Stimmen.

Umso wichtiger ist für uns, bei der anstehenden Wahl am 5. Mai die beiden Plätze der Schauspiel- sowie Synchronschauspiel-Delegierten mit unseren erfahrenen Vertretern, Thomas Schmuckert und Till Völger, besetzen zu können, damit sie flankiert durch ihre einflussreichen Berufsverbände, BFFS und IVS, ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen können.

In diesem Sinne werden sich IVS und BFFS in Kürze gesondert an ihre GVL-berechtigten Mitglieder wenden.

Über Heinrich Schafmeister

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er Schatzmeister des Bundesverband Schauspiel.

Siehe auch

Vereinigung finden und feiern

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