Ein wichtiger Schritt zur Vergütung im Internet: Fair Internet Kampagne

Immer mehr Filme und Serien werden im Internet auf Plattformen wie Netflix und Amazon Prime gesehen. Herkömmliche Videotheken dagegen kämpfen ums Überleben. Das ist für uns insofern bedeutsam, da bei dem Verleih einer physisch existenten DVD Abgaben an die Verwertungsgesellschaften (in unserem Fall die GVL) gezahlt und an den Cast des Filmes weitergeleitet werden, beim Konsum desselben Films im Internet dagegen nicht.

Hinzu kommt, dass nicht nur solche Filme dort konsumiert werden, die früher in der Videothek ausgeliehen worden wären, sondern auch Fernsehprogramme, die die Sender dort permanent abrufbar einstellen, nachdem das Bundeskartellamt ihnen im Jahr 2013 die Gründung einer eigenen Plattform mit dem Namen „Germany´s Gold“ untersagt hatte. Mit anderen Worten: Der Markt für Filme und TV-Serien expandiert derzeit in gigantischer Weise im Internet, und wir haben keinen Anteil daran.

Möglich wurde diese Ungerechtigkeit durch eine Lücke in der EU-Urheberrechtsrichtlinie, die wir nun mit einer Textänderung schließen lassen wollen, die von den europäischen Verwertungsgesellschaften und Dachorganisationen der Schauspieler- und Musikergewerkschaften ausgearbeitet worden und am Montag den 25.09. an den zuständigen Berichterstatter im Europäischen Parlament, Axel Voss (CDU, EVP) in Form einer von über 33.000 Künstlern unterschriebenen Petition übergeben worden ist.

Außer mir waren noch anwesend: Tilo Gerlach (der Geschäftsführer der GVL und Präsident von AEPO-ARTIS, der Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften), Dominick Luquer, Generalsekretär der FIA (weltweite Dachorganisation der Schauspielgewerkschaften), Benoit Machuel, Generalsekretär der FIM (Dachorganisation der Musikergewerkschaften), Nacho Garcia Vega (Musiker, Präsident der IAO – Musikerdachorganisation)

Axel Voss zeigte sich unserem Anliegen gegenüber sehr interessiert und aufgeschlossen und hat versprochen, es im Rechtsausschuss zur Urheberrechtsrichtlinie im Europäischen Parlament einzubringen.

Möge die ökonomische Vernunft und die ausgleichende Gerechtigkeit siegen!

Über hans-werner.meyer

Hans-Werner Meyer wuchs in Norderstedt auf, einer großen Kleinstadt vor den Toren Hamburg. Und wenn es stimmt, dass jeder Künstlerexistenz ein Trauma zugrundeliegt, dann ist es hier zu suchen. Der Sohn eines Landschaftsarchitekten und einer Fremdsprachenkorrespondentin sah überall Grenzen: Jägerzäune um Grundstücke und in Köpfen und wählte zunächst den naheliegensten Weg, dagegen zu rebellieren, indem er sich mit den Halbstarken der Gegend herumtrieb.

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